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Forstern:Zu viel Verkehr durch Forstern

Grüne fordern Rückstufung der Durchfahrtsstraße

Die Grünen in Forstern wollen die viel befahrene Staatsstraße 2331 zu einer Gemeindestraße herunterstufen lassen, das ist eines der Ergebnisse einer Veranstaltung mit dem Grünen-Landtagsabgeordneten Markus Büchler, der Sprecher seiner Fraktion für Fragen der Mobilität ist. Wie die Grünen-Bürgermeisterkandidatin Maria Feckl mitteilt, traf man sich zu einer Besprechung im Bushäuschen, wozu auch Vertreter von Elternbeirat, Nachbarschaftshilfe und Seniorenbeirat gebeten worden waren.

Thorsten Scharmatinat, Sprecher der Grünen in Forstern, erläuterte demnach, dass es unter anderem in der fertig gestellten A 94 Alternativen für den Verkehr gebe. Wäre die Durchfahrtsstraße eine Gemeindestraße, könne man eine Tempo-30-Zone einfuhren und Querungshilfen, Ampeln und Schutzstreifen für Radfahrer einrichten. Feckl selbst schilderte demnach die Situation des öffentlichen Personennahverkehrs in Forstern. So sei es zwar möglich, morgens mit dem Bus nach Ebersberg zu fahren, für eine Rückfahrt gebe es allerdings zu wenig Möglichkeiten. Die Gründen fordern daher den Ausbau der Linie von Erding nach Ebersberg und von Ebersberg nach Markt Schwaben. Ein attraktiver ÖPNV müsse möglichst einfach gestrickt sein und verlässliche Taktungen bieten, teilt Feckl weiter mit. Bereits jetzt würde Forstern nur von vier Buslinien "mit unterschiedlichen Merkmalen" angefahren werden. Weil Mobilität ein Grundbedürfnis der Menschen sei, sehe sie Bund und Land in der Pflicht, sich an den Kosten des ÖPNV zu beteiligen, wie eben auch bei Autobahnen und Staatsstraßen, schreibt Feckl weiter. Der öffentliche Verkehr und die Infrastruktur für Bus und Bahn seien "seit Jahrzehnten unterfinanziert und in einem ineffizienten Zuschuss- und Förderungsdschungel gefangen".

Für den Dorfplatz in Forstern stellen sich die Grünen demnach eine Zwischennutzung mit Staudenbeeten, Blumenwiese und Parkbänken vor, "um einen Vorgeschmack auf einen einladenden Dorfplatz zu bekommen". Büchler informierte demnach über das Konzept der Begegnungszone, das in Österreich vorzufinden sei: Zonen, in denen es keine ausgewiesenen Fahrstreifen gebe und alle Verkehrsteilnehmer - unabhängig ob Fußgänger, Radlfahrerin oder Autofahrer - gleichberechtigt unterwegs seien. Dieses Konzept gebe es in Bayern noch nicht.

© SZ vom 03.02.2020 / sz

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