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Fliegerhorst Erding:Besuch aus Berlin

Wie lange es dauert, ist noch unklar. Sicher ist nur eines: Irgendwann wird die Bundeswehr den Fliegerhorst Erding verlassen, hier ein Blick auf den Hangar 1 und den Hangar 2.

(Foto: Renate Schmidt)

Staatssekretär Thomas Silberhorn kommt

Man darf gespannt sein, mit welchen Neuigkeiten Staatssekretär Thomas Silberhorn (CSU) am Montag nach Erding kommt. Silberhorn war es, der im Frühsommer hat mitteilen lassen, dass die Bundeswehr den Fliegerhorst nicht 2021, sondern erst 2024 verlassen kann, weil die Nachfolgebauten in Manching nicht fertig werden. Das fanden manche ärgerlich, andere ungeheuerlich. Denn diese Information war schlicht falsch. In Manching lief alles nach Zeitplan.

Andreas Lenz fordert Klarheit

Neuer Versuch: Die Bundeswehr könne nicht abziehen, weil keine Räume für ein Elektronikzentrum gefunden werden konnten. Es müsse neu gebaut werden auf dem Gelände des Wehrwissenschaftlichen Instituts, und das könne dauern. "Peinlich", fand OB Max Gotz (CSU) diese Kommunikationspanne. Umso peinlicher, weil es laut Informationen aus der Bundeswehr seit mehr als zwei Jahren bekannt ist, dass für die kleine Einheit, in der 15 Zivilisten Wettergeräte technisch warten, neue Räume benötigt werden. Auch der Bereich, wo das Gebäude errichtet wird, ist demnach schon festgelegt.

Am Montag kommt es nun in Erding zu einem Zusammentreffen, auch der CSU-Bundestagsabgeordnete Andreas Lenz ist mit von der Partie. Und auch er fordert nun "Klarheit hinsichtlich des weiteren Verfahrens", wie er mitteilen lässt. Es müsse geklärt werden, "wann welche Teile des Fliegerhorstes definitiv abziehen oder geschlossen werden". Es könne nicht sein, schimpft Lenz weiter, dass Zusagen immer wieder korrigiert würden. "Die Kommunen brauchen Planungssicherheit." Das sei auch eine Frage des Umgangs und der Verlässlichkeit untereinander. Stadt und Landkreis Erding hätten mit den Konversionsflächen am Fliegerhorst "große Aufgaben vor sich", sagt Lenz.