bedeckt München 18°
vgwortpixel

Erding:Zwischen Verzicht und Konsum

Stadthalle Erding richtet Nachhaltigkeitsmesse aus

Einfach zu verzichten, dieser Aspekt kommt in der Debatte zur Nachhaltigkeit zu kurz: Diese Auffassung vertritt Erdings OB Max Gotz (CSU) in einem Grußwort zur ersten Nachhaltigkeitsmesse in Erding, die am Samstag und Sonntag, 18. und 19. April, in der Stadthalle stattfindet. Gotz ist Schirmherr der Veranstaltung und stellt fest, dass der Begriff "nachhaltig" einer der "prägenden Begriffe unserer Tage" sei. Und doch gingen die Meinungen darüber auseinander, was wirklich nachhaltig sei. Er nennt die Entwicklung von E-Autos als Mittel im Kampf gegen den Klimawandel. Mittlerweile mehrten sich Hinweise auf den "immensen Energieverbrauch" bei der Produktion der Batterien. Die Fachinfotage in der Stadthalle sollen Orientierung bieten, aber auch Anregungen auf lokaler Ebene.

Seit 2016 ist die Stadt Erding zertifizierte Fair-Trade-Town, unter anderem dank der Vorarbeit der Steuerungsgruppe Fair Trade Town. Sie ist Mitveranstalterin der Messe, bei der sich Unternehmen den Besuchern präsentieren können, denen zusätzlich ein üppiges Rahmenprogramm geboten wird. Dazu gehört Showcooking für vegane und vegetarische Ernährung, Informationen zur Mülltrennung und -vermeidung, ein ökologischer Fußabdruck-Parcours, Möglichkeiten zum Kleidertausch und mehr. Themen der Ausstellung sind unter anderem Essen und Trinken, Mobilität und Reisen, Haushalt und Wohnen, Shoppen und Bestellen, Pflegeprodukte, Mode und mehr.

In einer Ankündigung heißt es, die Themen Klimawandel und Umweltschutz nähmen einen hohen Stellenwert ein. Der Begriff "Nachhaltig" sei aber dehnbar: Es könne bedeutet, plastikfrei zu leben, E-Autos zu nutzen oder vegetarisch zu leben. Täglich könne sich jeder aufs Neue für einen nachhaltigen Lebensstil entscheiden und durch so einen Beitrag leisten. Wie das gehen kann, wollen die Veranstalter mit den Informations- und Aktionstagen den Besuchern näher bringen. Sie zeigen, was jeder machen kann.

© SZ vom 27.02.2020 / ts
Zur SZ-Startseite