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Erding:Sprechstunde für Opfer häuslicher Gewalt

In Corona-Zeiten müssen neue Wege beschritten werden. Wie der BRK-Kreisverband mitteilt, wird das Angebot der Interventionsstelle für Betroffene von häuslicher Gewalt angepasst. Ab nächster Woche werden im Haus der Begegnung in Erding zweimal in der Woche Sprechstunden ohne Voranmeldung angeboten, in denen Opfer oder Angehörige Rat und Unterstützung finden können.

Die Interventionsstelle ist bisher vor allem telefonisch zu erreichen gewesen. Bei Bedarf wurde ein Gesprächstermin vereinbart. "Im Moment wird davon ausgegangen, dass Betroffenen nicht immer telefonieren können", schreibt die Pressestelle des Kreisverbands. Eventuell sei es aber möglich, unter einem Vorwand das Haus zu verlassen. Das könne nicht immer geplant werden, sondern müsse relativ spontan passieren. Ab nächster Woche werden daher Sprechstunden ohne Voranmeldung angeboten. Im Haus der Begegnung in Erding, Am Rätschenbach 12, stehen ein bis zwei Sozialpädagoginnen für unterstützende Gespräche bereit. Jeden Dienstag von 14 bis 16 Uhr und jeden Freitag von 10 bis 12 Uhr können sich Betroffenen sowie Freunde und Verwandte von Betroffenen Hilfe holen. "Das Angebot ist auf Wunsch anonym, selbstverständlich kostenlos, aber mit Corona-Auflagen. Ein Mundschutz muss getragen und der Mindestabstand von 1,50 Meter eingehalten werden", schreibt die Pressestelle des BRK-Kreisverbands weiter. Die Interventionsstelle sei für Frauen und Männer, die von Gewalt betroffen sind, da. Ziel sei es, die Betroffenen "mit aktiver Unterstützung vor weiteren Übergriffen und Gewalttaten zu schützen". Bei Bedarf begleiten die Sozialpädagoginnen zu Behördengängen und Gerichtsterminen, unterstützen beim Stellen von Anträgen und leiten an passende Beratungs- und Hilfsangebote weiter, heißt es in der Pressemitteilung weiter.

© SZ vom 03.06.2020 / sz

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