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Erding:"Speedmarathon" auch im Landkreis

Nach wie vor ist zu schnelles Fahren bundesweit die Hauptursache für schwere Verkehrsunfälle, wie das Polizeipräsidium Oberbayern Nord schreibt. Knapp ein Drittel der Verkehrstoten auf Bayerns Straßen geht darauf zurück. Im Landkreis Erding ist zwar die Zahl rückläufig, wie die Verkehrsunfallstatistik zeigt, aber 2019 gab es dennoch insgesamt 218 Verkehrsunfälle, bei denen nicht angepasste oder überhöhte Geschwindigkeit die Ursache war. Einen hohen Anteil vor allem an den schweren Unfällen hat die Verkehrsdichte auf der Flughafentangente Ost (FTO). Um gemeinsam gegen Raser an einem Strang zu ziehen, startet am Mittwoch, 21. April, um 6 Uhr, europaweit ein sogenannter "Speedmarathon". In Bayern unterstützt das Polizeipräsidium Oberbayern Nord den 24-stündigen Blitzmarathon aktiv mit 146 eingerichteten Geschwindigkeitskontrollstellen. Ein Schwerpunkt liegt auf Landstraßen.

"Mit unserem Blitzmarathon wollen wir alle Verkehrsteilnehmer wachrütteln, sich unbedingt an die Tempolimits zu halten", sagt Bayerns Innenminister Joachim Herrmann. "Uns geht es nicht darum, möglichst viele Verwarnungen auszusprechen oder Bußgeldbescheide zu verschicken." Deshalb stehen alle Messstellen im Internet unter www.sichermobil.bayern.de. Jeder könne sich damit rechtzeitig informieren, wie die Polizei mitteilt.

Im Landkreis bildet Dorfen und St. Wolfgang mit je sechs Messstellen einen Schwerpunkt. Drei sind in der Gemeinde Taufkirchen. In der Stadt Erding und Oberding befinden sich je zwei. In Isen, Moosach, Forstinning und Neuching je eine.

© SZ vom 20.04.2021 / wil
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