Erding Neuer Vize für Bayerstorfer

Max Gotz kandidiert nicht mehr als stellvertretender Landrat

Von Antonia Steiger

Der Erdinger Oberbürgermeister Max Gotz (CSU) wird sich nicht noch einmal um das Amt des stellvertretenden Landrats bewerben. Wie Gotz sagte, habe er dies am Wochenende dem Kreisvorstand mitgeteilt. Gotz war zwölf Jahre Stellvertreter von Landrat Martin Bayerstorfer (CSU). Er nannte mehrere Gründe für diesen Entschluss: Zum einen interessiere er sich für andere Bereiche wie den Abwasserzweckverband Erdinger Moos, dessen jetziger Vorsitzender Herbert Knur nicht mehr als Berglerner Bürgermeister kandidiert hat. Über Knurs Verbleib beim AZV ist bislang noch nichts bekannt geworden. Beim Tourismusverband Oberbayern engagiert sich Gotz schon jetzt als Vertreter der Städte und Gemeinden der Nicht-Alpen-Destinationen. Interesse hege er darüber hinaus für die Arbeit beim Städtetag. Aufgrund der schwierigen Herausforderungen, vor denen Erding stehe - Konversion, Verkehr und Ringschluss - , sei es sinnvoll, "seinen Horizont zu erweitern", sagte Gotz.

Aber auch die Position als Oberbürgermeister einer Großen Kreisstadt, die in manchen Bereichen vom Landkreis unabhängig ist, ist für Gotz ein Grund, nicht mehr als stellvertretender Landrat zu kandidieren. Aufgrund der Struktur der Ämter sei es sinnvoll, "wenn das getrennt ist". Er werde im Landkreis wahrgenommen als OB, nicht als Stellvertreter des Landrats. An Rückhalt bei den Bürgern fehlt es ihm aber nicht: Mit 47 600 Stimmen bekam Gotz das zweitbeste Ergebnis bei den Kreistagswahlen hinter Bayerstorfer.

Aber auch im eigenen Haus bereitet Gotz die kommende Periode vor: So hat er mit den Fraktionssprechern bereits über einen neuen Zuschnitt für die Ausschüsse der Stadt Erding geredet. Der Bauausschuss soll abgeschafft werden, seine Aufgaben bekommt der Planungs- und Umweltausschuss zugewiesen. Dafür soll es einen Strukturausschuss geben, der mit Verkehr, Stadtplanung und Konversion befasst sei. Neu installieren möchte Gotz auch einen Ausschuss für Wohnungen und Liegenschaften, um der drängenden Wohnraumknappheit besser begegnen zu können. Auch innerhalb der Erdinger CSU sind Entscheidungen gefallen: Der Ortsverband hat sich dafür entschieden, dass Jakob Mittermeier weitere drei Jahren Fraktionssprecher bleibt. Ludwig Kirmair wird wieder als Zweiter Bürgermeister vorgeschlagen.