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Erding:Mehr Asthma-Erkrankte als im Durchschnitt

Im Landkreis Erding sind mehr Menschen an Asthma erkrankt als im bayerischen Durchschnitt, das teilt die AOK Erding mit und bezieht sich dabei auf den Gesundheitsatlas Bayern des Wissenschaftlichen Instituts der AOK. Er bildet demnach die Häufigkeit von Asthma für alle 96 bayerischen Kreise und kreisfreien Städte ab. So hatten 4,2 Prozent aller Einwohner im Landkreis Erding 2018 eine vom Arzt diagnostizierte Asthma-Erkrankung. Das bayerische Spektrum reiche von 3,1 Prozent der Einwohner im Unterallgäu bis zu 5,1 Prozent in Kaufbeuren. Unter den Regierungsbezirken hat Mittelfranken mit 4,2 Prozent die meisten Asthmapatienten, die Oberpfalz mit 3,7 Prozent die wenigsten. Landesweit liege der Freistaat mit einem Anteil von Asthmapatienten an der Bevölkerung von 4,0 Prozent nur knapp unter dem bundesweiten Durchschnitt von 4,2 Prozent.

Insgesamt leben in Bayern 521 000 Menschen mit Asthma, einer chronisch-entzündlichen Erkrankung der Atemwege, die zu anfallsartig auftretender Verengung der Atemwege führe. "Asthma kann allergisch bedingt sein, in der Familie vererbt werden, aber auch durch psychische Belastungen und Reizstoffe, insbesondere Tabakrauch, ausgelöst werden", erläutert Siegfried Kübelsbeck, Bereichsleiter bei der AOK in Erding. Vor dem Hintergrund der aktuellen Corona-Pandemie sei es besonders wichtig, die Asthma-Erkrankung gut unter Kontrolle zu haben, teilt Kübelsbeck mit. Erste Studienergebnisse wiesen ihm zufolge darauf hin, "dass bei einem gut kontrollierten Asthma nicht von einem erhöhten Risiko für einen schweren Covid-19-Verlauf auszugehen ist".

© SZ vom 25.11.2020 / sz
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