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Erding:Landkreis investiert für Feuerwehren

Von Antonia Steiger, Erding

Wenn die Stadt Erding ein neues Haus für die Erdinger Feuerwehr baut, betrifft das auch den Landkreis Erding. Er hat am jetzigen Domizil an der Lebzelter Straße eigene Einrichtungen untergebracht: Das Servicezentrum und eine Ausbildungsstätte, auch Lagerkapazitäten werden gemeinsam genutzt. Jetzt hat der Kreisausschuss entschieden, dass die Kooperation fortbestehen solle: Wo das neue Feuerwehrhaus entsteht, soll auch ein neues Servicezentrum gebaut werden. Geplant wird mit einem Architekten, der beide Häuser planen soll. Man zahlt dann aber getrennt.

Die Zusammenarbeit zwischen der Erdinger Feuerwehr und dem Landkreis hat sich demnach als ersprießlich erwiesen. Wie Kreisbrandrat Willi Vogl erläuterte, gibt es einen Vertrag aus dem Jahr 1987, demzufolge der Landkreis noch nicht einmal Miete zahlen müsse. Seit 1989 betreibt der Landkreis dort sein Servicezentrum und eine Ausbildungsstätte. Ob die Wäsche, Pflege und Wartung der Atemschutzmasken oder anderer Schutzkleidung oder die Ausbildung von Feuerwehrleuten: Die Aufgaben seien umfangreich, betonte Vogl. Die Feuerwehrleute können in der Ausbildungsstätte trainieren und üben, unter anderem den Umgang mit Motorsägen. Ebenso bedeutsam sei es, dass der Landkreis Serviceleistungen für alle 69 Wehren im Landkreis anbiete. Prüfen, waschen und trocknen von Atemschutzmasken ist demnach ein ausgesprochen aufwendiger Prozess. Eine zentrale Werkstatt des Landkreises sei unabdingbar. Dazu kämen Einrichtungen des Katastrophenschutzes, die ohnehin Aufgabe des Landkreises seien. Für eine Katastrophenlage müsse man immer mehr vorrätig haben, sagte er.

Etwa 4000 Quadratmeter benötigt der Landkreis für die neue Einrichtung, sagte Vogl auf Nachfrage von Hans Wiesmaier (CSU). Wo genau das neue Servicezentrum entsteht, ist jedoch unklar. Wie der Stadtpressesprecher Christian Wanninger auf Nachfrage bestätigte, stehen Beschlüsse des Stadtrates zu den Standorten der Häuser für Erding und Altenerding noch aus. Der Beschluss des Kreisausschusses sei ein "wichtiger Schritt", weil damit "ein Teil der Planung geklärt" sei. Im städtischen Haushalt sei bislang auch nur ein Ansatz für Planungskosten enthalten.

© SZ vom 02.10.2020

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