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Erding:Fünf Kreisräte für KJR-Vollversammlung

Von Antonia Steiger, Erding

Mit drei Kreisrätinnen und Kreisräten der CSU und je einem von den Freien Wählern und von den Grünen wird der Erdinger Kreistag in der Vollversammlung des Kreisjugendrings vertreten sein. Das hat der Kreisausschuss am Montag beschlossen und damit einen Wunsch der AfD zurückgewiesen, die auch in dem Organ vertreten sein wollte - warum auch immer. Wolfgang Kellermann (AfD) hatte in der Sitzung vorgeschlagen, dass die CSU freiwillig zwei Sitze an die SPD und die AfD abgeben soll. Die CSU musste sich dazu nicht äußern, Vertreterinnen sowohl von der SPD als auch von den Grünen, die früher nicht in dem Gremium vertreten waren, signalisierten, dass sie dieses Vorgehen nicht unterstützten.

Helga Stieglmaier, Sprecherin der Grünen, sagte, die Grünen hätten sich früher schon darum bemüht, dass die Sitze nicht nach d'Hondt, sondern nach Hare-Niemeyer verteilt werden, sie seien aber immer damit gescheitert. Eine Regelung speziell für die AfD lehne sie ab. Auch Ulla Dieckmann, deren SPD nun keinen Vertreter in die Vollversammlung des Kreisjugendrings schicken darf, sagte, man möge alles dabei lassen, wie es sei. Stieglmaier sagte, sie wolle daran erinnern, dass die AfD auch im bayerischen Landtag Stimmung gegen den Bayerischen Jugendring mache. Der Versuch der hiesigen AfD, sich Zugang zur Vollversammlung des KJR zu verschaffen, bedeute nur ein auf den Landkreis heruntergebrochener Versuch, gegen den Jugendring Stimmung zu machen. Kellermann erwiderte ihr, der Jugendring sei es, der Stimmung gegen die AfD mache; dagegen wehre sich die AfD. Wozu er dazu in der Vollversammlung vertreten sein will, sagte er nicht. Der Kreistag entsendet Cornelia Vogelfänger, Michael Oberhofer, Barbara Lanzinger (alle CSU) Petra Bauernfeind (Freie Wähler) und Stephan Glaubitz (Grüne) in die Vollversammlung, dagegen stimmte nur Kellermann.

© SZ vom 14.04.2021
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