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Erding:Ehrenamt zählt beim Einheimischenmodell

Die Kriterien beim Einheimischenmodell sollen nach dem Willen der CSU um einen neuen Aspekt erweitert werde: Aktiver ehrenamtlicher Dienst bei der Freiwilligen Feuerwehr oder in einem Rettungsdienst soll einem Bewerber für ein Grundstück in Zukunft zusätzliche Pluspunkte bringen. Auch beim Konzept der sozialen Bodennutzung (Sobon), das Erdingern den Erwerb von vergünstigten Wohnungen ermöglichen wird, sollen ehrenamtliche Feuerwehrleute und Sanitäter Zusatzpunkte bekommen. Jakob Mittermeier, CSU-Fraktionsvorsitzender im Stadtrat, erklärte, es sei erst seit kurzem klar gestellt, dass ehrenamtliche Arbeit überhaupt als Vergabekriterium bei Einheimischenmodellen erlaubt sei. Noch vor einem Jahr habe der Gemeindetag davon abgeraten, weil es womöglich rechtliche Probleme geben würde. Im Februar hat sich aber die EU-Kommission mit Deutschland auf die Zulässigkeit von Einheimischenmodelle geeinigt und klar gemacht, dass es sehr wohl geht. Denn das Kriterium der Ortsansässigkeit darf bei der Auswahl von Bewerbern höchstens zur Hälfte eine Rolle spielen. Neben Einkommensgrenzen, Zahl der Kinder und anderen sozialen Aspekten kann und soll auch ehrenamtliches Engagement berücksichtigt werden. Die Stadt plant im Baugebiet Thermengarten Grundstücke im Einheimischenmodell anzubieten. Mittermeier ist sich aber auch sicher, dass das neue Vergabekriterium "auch bei Sobon möglich sein muss".