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Erding:Anstieg hat sich verlangsamt

Der am Wochenende an Covid-19 Verstorbene lebte in Moosinnig

Der Anstieg der Corona-Infektionen im Landkreis Erding hat sich ein wenig verlangsamt. Seit Montag ist die Zahl der bestätigten Covid-19-Fälle um 15 angewachsen. Da die Statistik zum Monatswechsel bereinigt wurde - um vier Fälle, die zwischen dem 19. und 21. März als Reisende vom Flughafen im Klinikum Erding aufgenommen und zunächst in der Statistik mitgeführt geführt wurden -, lag die Zahl am Dienstag bei 327. Die Verdopplungszeit liegt damit aktuell bei mehr als sechs Tagen, sinkt also weiter. "Dem Ziel von mindestens zehn Tagen kommt der Landkreis damit Tag für Tag ein wenig näher", sagt Landrat Martin Bayerstorfer (CSU) und gibt sich verhalten optimistisch.

Während die Fallzahlen moderater steigen, hat die Zahl der Patienten, die mit dem Covid-19-Virus schwerer zu kämpfen haben, zugenommen. 26 Covid-19-Patienten sind nach Angaben des Landratsamtes derzeit im Klinikum Erding. 17 werden auf der Isolierstation behandelt, neun auf der Intensiv-Isolierstation. Acht davon werden beatmet, drei Patienten stammen nicht aus dem Landkreis. Eine betrübliche Korrektur musste das Landratsamt bei dem am Wochenende verstorbenen Patienten vornehmen: Der Verstorbene lebte doch im Landkreis Erding, und zwar in der Gemeinde Moosinning. Der Landkreis hat daher doch den ersten Covid-19-Todesfall zu verzeichnen. Inzwischen ist in jeder der 26 Kommunen im Landkreis ein Coronafall erfasst.

Ob das geplante Behelfskrankenhaus am Fliegerhorst in dieser Woche in Betrieb gehen wird, ist offen. Was den Aufbau und die technische Ausstattung betrifft, könnte es nach Landrat Bayerstorfer aber in Betrieb gehen. Derzeit laufen die Personalplanungen, Mittwoch früh werde die Brandmeldeanlage überprüft. Nach Auskunft von Andreas Donhauser, dem Ärztlichen Leiter der Führungsgruppe Katastrophenschutz Erding (FüGK), seien derzeit aber noch genügend Kapazitäten für schwerere Verläufe der Krankheit im Klinikum Erding vorhanden. Offen ist zudem, ob es über die erste Stufe mit 160 Betten vor allem für Erdinger Bürger hinaus komme, da laut Bayerstorfer die Landkreise Ebersberg und Freising Lösungen bei ihnen vor Ort untersuchen würden.

© SZ vom 01.04.2020 / wil

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