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Demo am Schrannenplatz:Für die Zukunft

Erstmals zogen "Fridays for future"-Anhänger mit einer Demo durch Erding.

(Foto: Renate Schmidt)

Schüler hoffen auf eine Reaktion der Politiker

Erneut haben sich etwa 100 Erdinger am Schrannenplatz in Erding versammelt, um sich der Bewegung "Fridays for future" anzuschließen und für den Klimaschutz zu demonstrieren. Bei der dritten Demonstration haben die Organisatoren ein Programm von Musik und Reden und einem Plakatwettbewerb zusammengestellt.

Neu war, dass es, anders als die vergangenen Male, nicht nur eine Kundgebung am Schrannenplatz, sondern auch einen Umzug durch die Stadt gab, bei dem weitere Menschen angelockt und mitgezogen wurden, so berichtet Jana Schröder, Mitorganisatorin der Demonstrationen. Auch nahmen viele Erwachsene an der Demonstration teil. "Es ist kein Generationskonflikt, den wir Jugendlichen schüren, indem wir Sprüche wie ,Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut!', rufen", sagt Schröder. Es solle ein Aufrütteln sein, weil es im Moment eben vor allem den Jugendlichen bewusst sei. "Aber es sind nicht die Jungen gegen die Alten, es sind wir alle gegen das Problem."

Das Organisationsteam von "Fridays for future" vor Ort setzt sich aus 15 Schülersprechern von den Erdinger weiterführenden Schulen zusammen. Dieses stand bereits in Kontakt mit der SPD, weiterhin sei ein Treffen mit dem Stadtrat und Kreistag im Gespräch. Auch Anfragen auf Gespräche von anderen Parteien, vor allem den Grünen und der CSU, würden die Schüler gerne erwarten; selber auf eine Partei zugehen, wollen sie zu diesem Zeitpunkt aber nicht, da sie eine unparteiische Organisation sind.

Für das nächstes Schuljahr sind weitere Demonstrationen geplant, außerdem wird zusätzlich ein Ramadama stattfinden. "Mit dem Ramadama können wir wirklich etwas in unserer Stadt verbessern. Bei den Demonstrationen ist kein Ende in Sicht, bis wir eine Änderung der Politik in Erding verursacht haben", sagt Schröder.