Ansteckungsgefahr vorüber Krätze auf dem Rückzug

Das Pflegeheim in Hohenpolding ist wieder geöffnet

Nach dem Auftreten von insgesamt 20 Fällen von Krätze im Pflegeheim Aloisium in Hohenpolding hat sich die Lage entspannt. Am Wochenende war das Heim für 24 Stunden geschlossen, um die Erreger einzudämmen. Nun ist das Pflegeheim wieder geöffnet, laut Björn Michael, Vorstand der Aloisium Pflegemanagement AG, ist die Ansteckungsgefahr vorüber.

Nachdem die hochansteckende Hautkrankheit bei acht Bewohnern und zwölf Mitarbeitern entdeckt wurde, hat man in Absprache mit dem Gesundheitsamt Erding entsprechende Maßnahmen getroffen. "Die betroffenen Patienten wurden sofort medizinisch behandelt und sind wohlauf. Da die Mittel schnell wirken, besteht keine Ansteckungsgefahr mehr", sagt Michael. Auch weitere Fälle seien im Laufe des Wochenendes nicht aufgetreten. Als mögliche Quelle der Hautkrankheit gilt laut Michael der Ehemann einer Bewohnerin.

Auch in einer Kindertagesstätte in Taufkirchen ist ein Kind erkrankt. Laut Lieselotte Kreutzer, Leiterin der Kinderkrippe Spatzennest, sei das Kind bereits wieder gesund und dürfe die Einrichtung nach ärztlicher Bescheinigung wieder besuchen. Je einen weiteren Fall gab es in zwei Asylunterkünften. Das Landratsamt Erding war für eine Stellungnahme zur aktuellen Situation bis auf Weiteres nicht zu erreichen.

Bei der Krätze wird die Haut des Erkrankten von Skabiesmilben befallen, wodurch es zu roten Flecken, starkem Juckreiz sowie Hautschädigungen und Eiterbildung kommen kann. Alle Personen, die in den letzten beiden Wochen Kontakt mit den genannten Einrichtungen hatten, werden weiterhin gebeten, auf Symptome wie brennende Haut und Juckreiz zu achten und gegebenenfalls einen Arzt aufzusuchen. Betroffen sind vor allem Zwischenräume von Fingern und Fußzehen, Handgelenke, Knöchel, Achseln, Ellenbogen, Brustwarzen und Genitalien, bei Säuglingen und Kleinkindern auch der Kopf, Gesicht sowie Hand- und Fußflächen.