Am Tag der Bundestagswahl in Erding:Endlich wieder rennen

Die Jüngsten drängen auf die Laufstrecke, aber auch die Erwachsenen finden sich zum 19. Stadtlauf wieder ein. Unter Zeitdruck gelingt dem Verein Trisport die Organisation

Von Antonia Koch, Erding

Wer beim Stadtlauf teilnimmt, ist eine perfekte Organisation gewohnt. Auch in diesem Jahr hat der Verein Trisport Erding die 635 Läufer fehlerlos durch den Wettkampf gelotst. Es war trotzdem alles anders, denn Trisport hatte dieses Mal für die Vorbereitung nur vier Wochen Zeit, wie Caroline Cornfine sagt. Es sei eine spontane Aktion gewesen. Die Stadt Erding habe geholfen, viele Freiwillige ebenso. Und so lief die 19. Auflage des Stadtlauf reibungslos ab. Die Teilnehmerzahl der Kinder war in diesem Jahr sehr hoch, sagt Cornfine. "Vor allem Starter mit acht Jahren oder jünger waren stark vertreten."

Schönes Wetter, zufriedene Athleten und kleine Besuchergruppen tummelten sich am Sonntag in der Innenstadt Erdings. Sie alle hatten im vergangenen Jahr auf den Stadtlauf verzichten müssen. Doch jetzt freuten sich alle, wieder aktiv werden zu können, die Sportler und auch die Organisatoren, wie Cornfine sagte. Auch einige Besucher waren da, doch die meisten hätten sich an die Bitte gehalten, die Teilnehmer nicht vor Ort anzufeuern, um das Risiko von Ansteckungen mit dem Coronavirus so klein wie möglich zu halten. Wenige Zuschauer bedeuteten aber auch weniger Stimmung, deswegen kam Trommlern und Cheerleadern dieses Jahr eine noch wichtigere Rolle zu. Sie mussten den fehlenden Applaus des Publikums ersetzen. Für ein "bissl Stimmung" hätten sie gesorgt.

Von 9.30 Uhr an holten sich die Teilnehmer ihre Startnummern ab. Um 12 Uhr starteten die Bambini als erstes über die 800-Meter-Strecke. 254 Jungen und Mädchen des Jahrgangs 2006 und jünger fanden sich im Starterfeld. Bei den 5- und 10-Kilometer-Läufen hätte sich der Verein noch mehr Teilnehmer gewünscht. Wegen Corona war die Zahl der Läufer auf 1000 begrenzt, was laut Cornfine ohnehin der Größenordnung entsprochen habe. Das Einzugsgebiet der Läufer hatte sich ebenso wenig verkleinert. "Man sieht oft gleiche Namen und bekannte Gesichter." Sie mussten sich in diesem Jahr allerdings umorientieren, weil wegen der Baustelle am Schönen Turm die Laufstrecke verlegt werden musste. Der älteste Teilnehmer war Jahrgang 1946, er legte 10 Kilometer in einer Stunde zurück, der Jüngste, geboren 2019, brauchte für 800 Meter elf Minuten.

Pünktlich um 17 Uhr hatte jeder Gewinner seine Medaille und Urkunde in den Händen, der Abbau konnte beginnen. Etwa achtzig Helferinnen und Helfer unterstützten den Verein, sie hatten bis 18.30 Uhr alles zusammengepackt. "Dieses Jahr mussten wir mit etwas weniger Helfern auskommen", sagt die Pressesprecherin Cornfine. Doch dank der guten Zusammenarbeit habe alles gut geklappt.

© SZ vom 28.09.2021
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