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Nach Aufruhr bei den politischen Gegnern:Niedergesäß weist Kritik zurück

CSU-Landratskandidat betont, er wolle nicht weniger Naturschutz

CSU-Landratskandidat Robert Niedergesäß hat die Kritik der Grünen und des Bundes Naturschutz an seiner Position zur Unteren Naturschutzbehörde zurückgewiesen: "Ich will nicht weniger Naturschutz, sondern ich werbe für mehr Partnerschaft zwischen der Unteren Naturschutzbehörde und den lokal Verantwortlichen sowie den Bürgern und Landwirten. Das ist ein großer Unterschied." Die Kritiker, denen sich inzwischen auch der Kreisverband des Landesbundes für Vogelschutz angeschlossen hat, hatten in den vergangen Tagen ihre Sorge geäußert, dass Niedergesäß als Landrat Einschnitte bei der Naturschutzbehörde vornehmen könnte. In seiner Nominierungsrede hatte Niedergesäß betont, er sehe in dieser Abteilung Optimierungsbedarf.

Es könne nicht ernsthaft bestritten werden, glaubt Niedergesäß, dass die Untere Naturschutzbehörde (UNB) insbesondere von vielen Landwirten und Gemeinden mitunter als "Bedrohung" empfunden werde. Bei seiner Tour durch den Landkreis anlässlich seiner Landratsnominierung habe er sich stundenlang Kritik an der UNB anhören müssen, schreibt Niedergesäß in einer Pressemitteilung: "Es ist nicht meine Art, Kritik einfach wegzubügeln. Wer den Bürger ernst nimmt, muss Kritik aufnehmen und ihr nachgehen. Genau das will ich tun. Ich habe mich in meiner Nominierungsrede klar gegen pauschale Kritik am Landratsamt und seinen engagierten wie kompetenten Mitarbeitern verwahrt. Eine differenzierte Betrachtung ist notwendig."

Der CSU-Kandidat betont, dass er als Bürgermeister in Vaterstetten eine aktive Umweltpolitik betrieben habe. Diese Linie wolle er als Landrat fortsetzen. Er habe auch mit keinem Wort gesagt, dass bei der UNB personell gespart werden müsse. Er sei aber "ein Mann der praktischen Vernunft" und lehne ideologische Grabenkämpfe jeglicher Art ab.