Club-Neueröffnung Disco mit Aussicht

Ein Club mit Stil soll es sein, das neue 8 Seasons in der Maximilianstraße. Um das zu betonen, riefen die Veranstalter Promis aller Kategorien zur Eröffnung - und sie kamen.

Von Von Christian Minaty

Nur das richtige, sprich trendige Publikum soll ins 8 Seasons kommen, so stellen sich die Veranstalter das vor. Mitbegründer Michi Kern hat unter anderem schon maßgeblich an Erfolgsgeschichten wie dem Pacha mitgewirkt. Jetzt macht er sich mit 8 Seasons an ein befristetes Projekt. Zwei Jahre lang wird es den Club geben, eine ähnliche Übergangslösung wie das einstige ZKV.

Mit dem man das 8 Seasons aber nicht direkt vergleichen kann. Ein ganzer Stab an Türstehern steht schon parat. Denn wer nicht genug aufgebrezelt oder zumindest ein bisschen prominent ist, soll gar nicht hinauf kommen, in den Club im vierten Stock des Gebäudes in der Maximiliansstraße, direkt gegenüber der Oper.

Auf der Eröffnungsparty: Großes Gedrängel in Foyer und Dachterrasse um Prominente wie "Tatort"-Kommissar Dominik Raacke nebst Gattin Kika, die willig vor Kameras posierten. Daneben Nachmittagstalker wie Sabrina oder Arabella, Schauspielerin Cleo Kretschmer und Moderatorin Nova Meierhenrich. Also: Promi-Schaulaufen und der verzweifelte Versuch, eines der wenigen Häppchen aus der japanischen Suppenküche zu erhaschen.

Vielleicht kann's ja die "dezente Housemusik" rausreißen. Wechselnde DJ's sind für die nächsten Wochen angekündigt, beispielsweise Lima oder H-Punk. Was allerdings auf der Eröffnungsparty im Viervierteltakt aus den Boxen plätscherte, konnte die Gesellschaft zu nicht recht viel mehr als gepflegtem Füßewippen animieren.

Überhaupt stellt sich ein ungutes Déjà Vu-Gefühl ein. Die Einrichtung des Clubs ist weder besonders schrill, noch besonders edel. Auf der Webseite der Veranstalter hingegen: Superlative, mal in krudem Denglisch, mal in verquerem Deutsch. "Taste the good stuff", "Fühle den Wind des Sommers und lass dich mit ihm treiben", "Es ist die Symbiose, die es vollkommen macht", heißt es da. Und so macht sich vielleicht gar keine große Traurigkeit breit, wenn die acht Jahreszeiten vorbei sind.