Badeverordnung für München Nackerte nicht überall

Nacktbaden bleibt verboten - aber es gibt Ausnahmen zum Beispiel am Flaucher und einem Areal im Englischen Garten.

(Foto: Manfred Neubauer)

Völlige Hüllenlosigkeit bleibt auch in Zukunft in München verboten. Das hat der Stadtrat am Mittwoch beschlossen. Ausnahmen wird es aber geben.

Nacktbaden ist in München auch künftig nur in besonders ausgewiesenen Bereichen erlaubt. Das sieht die neue Badekleidungsverordnung vor, die der Münchner Stadtrat am Mittwoch beschlossen hat. Vom generellen Nacktbadeverbot sind demnach nur diese sechs Orte ausgenommen:

Flaucher-Gelände: zwischen dem Flauchersteg im Süden und der Braunauer Eisenbahnbrücke im Norden.

Maria Einsiedel: An der Isar im westlichen Hochwasserbett, mit einem Abstand von etwa 200 Metern zur Marienklausenbrücke im Norden und im Süden bis auf Höhe Südende des Hinterbrühler Sees.

Brudermühlbrücke: Ebenfalls an der südlichen Isar, diesmal aber auf der Ostseite. Von der Braunauer Eisenbahnbrücke (Abstand 50 Meter) bis etwa 100 Meter vor der Brudermühlbrücke.

Isarinsel Oberföhring: Am Ostufer, von der Stadtgrenze bis etwa 100 Meter vor dem Hölzernen Steg.

Schönfeldwiese: Hinter dem Haus der Kunst, innerhalb des Ovals der Reitbahn.

Schwabinger Bucht: Im Nordteil des Englischen Gartens, zwischen Sulzbrücke und Alte-Heide-Steg (die seitliche Begrenzung bildet der umlaufende Gehweg).

Bisher war die Badeordnung vom bayerischen Innenministerium geregelt, doch die entsprechende Verordnung lief im Herbst 2013 aus - jetzt müssen die Kommunen selbst aktiv werden. Die alte Verordnung hatte grundsätzlich Badekleidung vorgeschrieben, und zwar für Wasser-, Luft- und Sonnenbaden. Allerdings wurden die Gemeinden ermächtigt, für bestimmte Plätze Ausnahmen zuzulassen.

Nach dem Auslaufen dieser landesweiten Verordnung legte München nun die FKK-Gebiete neu fest. Ohne Neuregelung wäre sonst das Nacktbaden künftig in ganz München erlaubt gewesen, betonte die Stadtverwaltung.