Altstadtringfest Veranstaltungsprogramm für den Sonntag

Auch am Sonntag geht es auf dem Altstadtfest wieder rund: Es gibt Nonnentrompeten, Videoperformances - und es wird bereits an den 900. Stadtgeburtstag gedacht.

Das "Bäuerliche München" präsentiert sich auch am Sonntag im Tal bis zum Isartor. Um 11 Uhr geht es im Tal-Biergarten mit dem Frühschoppen "Brot-Zeit & Spiele" los, und um 12 Uhr startet auf der Isartor-Bühne der Familiennachmittag mit vier Generationen der Familie Well, mit Volksmusik, Kinderliedern und Tänzen. Die Wellküren Moni, Burgi und Bärbi wirbeln von 15 Uhr an mit Harfe, Tuba, Hackbrett und einer selbstgebauten "Nonnentrompete" über die Bühne.

(Foto: Foto: dpa)

Im Tal können die Besucher von 12 bis 18 Uhr "München im Mittelalter" mit Stadtwachen, Pfeiffern, Rittern in Originalkostümen und einen Großen Schwerttanz mit dem St. Georgs-Verein Traunstein bewundern. Auch ein Moritatenwettstreit ist geboten mit den Sängern des Volksmusik-Archivs des Bezirks Oberbayern, den Münchner Moritäterinnen und dem Bayerischen Drehorgelorchester. Moritaten, Balladen, Couplets und Gstanzln des Roggensteiner Bänkelgsangs werden vor der Heilig-Geist-Kirche deklamiert (16.30-18 Uhr).

Auf dem Thomas-Wimmer-Ring präsentiert sich das "München der Kinder und Familien" (12-18 Uhr). Auf einem imaginären Fluss, mitten auf der Straße, schwimmen 40 kreative Inseln mit den vielfältigsten Mitmachangeboten. Die Gäste sitzen im Strandkorb am Fluss der Zeit und speisen wie vor 500 Jahren. Am Isartor locken ein Ritterlager und ein mittelalterliches Dorf mit Schau- und Mitmachwerkstätten, Gauklern und Musikanten, einem historischen Jahrmarkt und alten Spielen. Die Brückenbauwerkstatt und die Dombauhütte suchen Arbeitskräfte und in der Dorfschule gibt es Bayrischkurse für Anfänger.

Das Thema Etwas "Kindheit heute" wird etwa durch eine Kinderzeitungsredaktion oder in einem Literaturzelt anschaulich gemacht. Ein Stück "flussaufwärts" wird gezeigt, was München als "Kinderkultur-Hauptstadt" zu bieten hat. Es gibt eine "Karl-Valentins-Verwunderkammer" mit Kunstateliers und Panoptikum, eine Kinderzeitungsredaktion, ein Literaturzelt mit Bilderbuch-Kino und Lesungen von Kindern für Kinder, Aktionen zum Thema Ernährung, Nachhaltigkeit und Umweltbildung, außerdem werden Ideen zum 900. Stadtgeburtstag gesammelt, und auf der Hauptbühne sind Tanz-, Musik- und Theaterproduktionen von und für Kinder zu sehen.

Die Sportmeile auf dem Karl-Scharnagl-Ring wird mit "Parkour", einem Mix aus Bewegungskunst und Technik, oder alten Hochrädern für viel Spaß sorgen (12-18 Uhr). Auf der Showbühne bei der Staatskanzlei sorgt Radio Gong dafürdass die Gäste mit viel Musik ständig in Bewegung bleiben.

Westlich vom Scharnagl-Ring finden die Besucher die Wissenschaftsmeile auf dem Marstallplatz. Von 12 bis 18 Uhr kann man Erstaunliches über das Flüstern von Hubschraubern oder die Schwindsucht der Alpengletscher erfahrenüber schwarze Löcher im Universum oder künftige medizinische Diagnostik. Um 12 und 13.45 Uhr spielt die Bigband der Musikhochschule lässigen Swing.

Auf dem Odeonsplatz soll von 12 bis 18 Uhr die Geschichte Münchens zu einer neuen visionären Kunstform verschmelzen. Ballerinas tanzen auf vier Meter hohen Krinolinen und Künstler treiben auf übergroßen Fahrrädern ihre Späße mit dem Publikum.

Der Wittelsbacher Platz wird am Sonntag (10-18 Uhr) mit Zeitgenössischer Kunst gefüllt, der Altstadttouri findet drei weiße Kuben vor mit Raum für Video und Film, Musik, Performances, Lesungen und interaktive Projekte, während die Platzmitte zum Verweilen einlädt. leich zu Beginn wird ein interkulturelles Weißwurstfrühstück aufgetischt (11 Uhr) und eine Gesprächsrunde vor einer Installation der koreanischen Künstlerin Siyoung Kim. Spannend werden dürfte das Live-Streaming-Projekt "A day in a live", bei dem der Regisseur, Dramaturg und Medienkünstler Horst Konietzny Verbindungen zwischen Menschen, Kulturen und Ländern herstellen will.

Um 17.30 Uhr wird "Der letzte Schnaps", ein Film von Brygida Ochaim mit Akteuren der Münchner Kunstszene gezeigt, und zum Abschluss der Kunstszene auf dem Platz um 18 Uhr lässt "Swinger" 850 Luftballons in die Lüfte steigen.

Auf dem Platz der Opfer des Nationalsozialismus werden Brücken zur Demokratie gebaut. Am Sonntag (12-18 Uhr) wird das Bühnenprogramm durch Slam Poetry mit Dalibor Marcovic, Ken Yamamoto, Telhaim, Rayl Da P-Jay und Ko Bylanzky eröffnet. 14, 14.50, 16.20 und 17 Uhr: Stadtteilrundgänge zu: "Neuanfang nach 1945", "Weiße Westen und schwarze Märkte", "Zukünftiges Erinnern", "Wiedergutmachung".

Zur Feier- und Partymeile wird sich der Maximiliansplatz entwickelnNach dem großen Auftrieb vom Samstag konzentriert sich das Geschehen am Sonntag (12-18 Uhr) auf die Bühne an der Max-Joseph-Straße, wo sich die Münchner Bandszene trifft.Auf der Bühne unter anderem Livekick (Sessionprojekt), I-Shine (Hip Hop, Reggae, Soul) , Raggasnoda Click (Funky Hip Hop), Schein (Funk) und Benuts (Ska).

Auf dem Karlsplatz (Stachus) singen, tanzen, steppen und feiern Künstler auf der Showbühne von 95.5 Charivari, wo sonst der Straßenverkehr fließt (11-18 Uhr). Er bildet aber auch die Meile der Münchner Wirtschaftsunternehmen, die über Technik und Innovationen informieren. Spektakulär wird der "Stachus-Tower" sein, ein zehn Meter hoher Aussichtsturm, den die Bilfinger Berger Industrial Services AG eigens zum Stadtgeburtstag aufbaut. Der Turm wird nur noch heute dort stehen und völlig neue Perspektiven eröffnen. Gäste am Sonntag sind Zauberei mit Florian Ilgen (13.10 Uhr), Soul Chicken (14.20 Uhr) und "Canto Migrando" (16.10 Uhr), das World-Music-Project des Jazzgeigers und Komponisten Hannes Beckmann.

Am Sendlinger-Tor-Platz und in seiner Umgebung werden von 12 bis 18 Uhr Musikmaschinen und Roboter die Szene prägen: Am Sonntag schlagen das Maschinentheater Dead Chickens aus Berlin und das Theater Titanick die Besucher auf der Sonnenstraße in ihren Bann. Im Kulturbiergarten am Sendlinger Tor spielen La Brass Banda, die Philhomoniker, g'spickter Flamenco und Faltsch Wagoni, wozu sich noch "Laptop und Lederrock", die Schwuhplattler und der Lesbenchor "Melodiva" gesellen.

Rundum gelungen

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