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Deutsche Serie:Dunkle Stadt

"Babylon Berlin" startet im Oktober und wird exportiert. Mit Netflix will man nicht verglichen werden. "Wir haben hier etwas Einzigartiges geschaffen", sagt Regisseur Tom Tykwer. Der erste Trailer ist vielversprechend.

Von Charlotte Haunhorst

Über keine deutsche Serie wurde wohl jemals so viel gerätselt wie über Babylon Berlin, diese neuartige Kooperation zwischen ARD und Sky. Vom 13. Oktober an wird sie zunächst im Pay-TV laufen, Ende 2018 im Free-TV. Kann das gutgehen? Und natürlich: Ist es die 40 Millionen Euro wert, die zwei Staffeln gekostet haben sollen?

Erste Antworten gab es am Mittwochabend in "Clärchens Ballhaus", einer Berliner Institution aus den 20er-Jahren, jener Zeit also, in der auch die Volker-Kutscher-Krimis spielen, auf denen die Serie mit Liv Lisa Fries und Volker Bruch basiert. Das angebliche Budget wurde dementiert, auch Netflix-Vergleiche wurden zurückgewiesen: "Wir haben hier etwas Einzigartiges geschaffen", sagte Tom Tykwer, einer der drei Autoren und Regisseure.

Tatsächlich sahen die fünfeinhalb Minuten Trailer vielversprechend aus: sehr berlinerisch, sehr prominent besetzt (Brandt, Haberlandt, Eidinger, Herzsprung, Klaußner ) und vor allem: sehr düster - aber eben auch ziemlich schick.

Nun hoffen die Produzenten auf internationale Erfolge. In zahlreiche europäische Länder wurde die Serie verkauft, mit den USA ist man in Verhandlungen - wie auch über eine dritte Staffel.

© SZ vom 10.02.2017
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