Kurz gemeldet Protest in Dhaka gegen neues Digitalgesetz

Haftstrafen von bis zu 14 Jahren für das digitale Sammeln, Senden und Speichern geheimer Staatsinformationen: Führende Medienvertreter in Bangladesch kämpfen gegen das "Gesetz für digitale Sicherheit".

Führende Medienvertreter in Bangladesch haben gegen ein neues Gesetz für digitale Sicherheit protestiert, in dem sie ein Mittel zur Zensur sehen. In der Hauptstadt Dhaka forderten Journalisten von führenden Zeitungen und Sendern die Regierung auf, das im September verabschiedete Gesetz in der nächsten Parlamentssitzung zu überarbeiten. Das Gesetz sieht eine Haftstrafe von bis zu 14 Jahren für das digitale Sammeln, Senden und Speichern geheimer Staatsinformationen vor. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch sieht darin einen Schlag gegen die Meinungsfreiheit. Der Asien-Direktor der Organisation, Brad Adams, sagte, es sei eine "Lizenz zur weitreichenden Unterdrückung kritischer Stimmen".