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Hygienemaßnahmen:An anderen Sets

Für Daily Soaps ist der Zeitdruck besonders groß. Wie "Rote Rosen", "Dahoam is dahoam" und "In aller Freundschaft" nun weiterdrehen.

Von Theresa Rauffmann

Zahlreiche Produktionen sind von der Pandemie stark getroffen, einige haben wieder losgelegt. Was jetzt anders ist.

Rote Rosen: Nach fünfwöchiger Drehpause laufen die Dreharbeiten bei der Telenovela seit dem 27. April wieder, natürlich unter strengen Sicherheitsmaßnahmen und nur halb so schnell wie normalerweise. Statt fünf Episoden pro Woche entstehen am Set in Lüneburg jetzt fünf Episoden in zwei Wochen. Damit der Sicherheitsabstand eingehalten werden kann, wurden Bettszenen und Umarmungen aus den Drehbüchern gestrichen. Auch Schminken müssen sich die Schauspieler selbst und die Schutzmasken werden nur für den eigentlichen Dreh abgenommen, das Team hinter der Kamera trägt sie durchgängig.

Dahoam is Dahoam: Bei der bayerischen Soap rund um den fiktiven Ort Lansing wird seit dem 28. April wieder gedreht. Die Zahl der Darsteller, die zur Risikogruppe gehören, wurde vorerst reduziert. Gruppenszenen und solche, bei denen sich die Schauspieler zu nahe kommen, wurden aus den Drehbüchern gestrichen. Ein "Medical Consultant" wacht auch hier darüber, dass am Set alle Sicherheitsmaßnahmen und -abstände eingehalten werden, dazu gehören Schutzmasken, genügend Desinfektionsmittel vor Ort, Abstandsmarkierungen und Plexiglaswände.

In aller Freundschaft: Auch bei der Sachsenklinik geht es seit dem 5. Mai weiter. Besonders geachtet wird beim Dreh der Arztserie auf Handhygiene, Maskenpflicht und den Mindestabstand. Schminkutensilien für die Schauspieler werden personalisiert, Maskenbildner dürfen die Schauspieler nur mit entsprechender Schutzkleidung schminken, ansonsten müssen sie es selbst erledigen. Auch hier wurden Szenen mit enger körperlicher Nähe aus den Drehbüchern gestrichen.

© SZ vom 15.05.2020
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