Fußball im TV:Schluckauf

ARD-EM-Experte Mehmet Scholl hat sich für die Kritik an DFB-Chef-Scout Urs Siegenthaler entschuldigt - zumindest ein bisschen: In der Sache bleibe er bei seiner Meinung, doch die Wortwahl sei ungeschickt gewesen.

Von Michael Neudecker

Fußballabende sind Bildungsabende, insbesondere, wenn Mehmet Scholl in der ARD das Spiel erklärt. In den vergangenen Wochen hat man wieder viel gelernt, das mit dem "Packing" zum Beispiel (das bedeutet, dass ein Spieler mit einem Pass . . . ach, egal). Und nun also dieses neue Wort: Am Mittwochabend sagte Scholl, er habe bei seiner Kritik am Chef-Scout Siegenthaler neulich "Gehirnschluckauf" gehabt. In der Sache bleibe er bei seiner Meinung, doch die Wortwahl sei ungeschickt gewesen. Scholl entschuldigte sich damit für die seltsame Schmähung von Löw und dessen Mitarbeiter nach dem deutschen Sieg gegen Italien, ein seit Tagen waberndes Gesprächsthema. In manchen Medien kamen sogleich Neurologen zu Wort, die den Hintergrund des Gehirnschluckaufs erklärten. Aufregung, Verärgerung, dann Entschuldigung, Bewertung, alles nichts als branchenübliche Reflexe. Aber das weiß Scholl, das Schlitzohr, natürlich.

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