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ARD-Vorsitzender:Buhrow schreibt in  "Bild"

Die Proteste in den USA nach der gewaltsamen Tötung des Afroamerikaners George Floyd durch einen weißen Polizisten haben zu einer ungewöhnlichen Zusammenarbeit zwischen dem WDR-Intendant und ARD-Vorsitzenden Tom Buhrow und der Bild-Zeitung geführt. In einem Gastbeitrag schrieb Buhrow, die Bilder von Rassismus, von Gewalt und Gegengewalt, machten ihn "traurig und entsetzt". Das sei nicht das Amerika, das er als Austauschschüler in den Siebzigerjahren kennenlernte und auch nicht das freundliche Land, in dem seine Töchter geboren worden seien. Wie es zu der Kooperation kam, wollte man bei Axel Springer nicht kommentieren. Zu redaktionellen Abläufen äußere man sich nicht, sagte ein Sprecher. Beim WDR hieß es, Buhrow sei angefragt worden. "Da er sich als ehemaliger USA-Korrespondent dem Land und seinen Menschen sehr verbunden fühlt, ist er dieser Bitte nachgekommen", sagte ein Sprecher. Ein Honorar gab es demnach nicht. Buhrow besuchte ab 1974 zwei Jahre die Highschool in Wisconsin. Ab 1993 war er als Korrespondent für die ARD in Washington, im Juli 2002 übernahm er die Leitung des ARD-Studios Washington. In Interviews bezeichnete sich Buhrow oft als "amerikanophil".

© SZ vom 05.06.2020 / blani
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