Ungewöhnliche Todesanzeigen:"Ich mach mich jetzt vom Acker"

Ob letzter Gruß an die Hinterbliebenen, Richtigstellung für fehlenden Blumenschmuck oder der Hinweis, dass man doch noch nicht gestorben ist: Matthias Nöllke und Christian Sprang haben ungewöhnliche Todesanzeigen zusammengetragen und in ihrem neuen Buch veröffentlicht. Eine Auswahl der kuriosesten Fundstücke.

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Quelle: Kiepenheuer & Witsch

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Ob letzter Gruß an die Hinterbliebenen, Richtigstellung für fehlenden Blumenschmuck oder der Hinweis, dass man doch noch lebe: Matthias Nöllke und Christian Sprang haben ungewöhnliche Todesanzeigen zusammengetragen und in ihrem neuen Buch veröffentlicht. Eine Auswahl der kuriosesten Fundstücke.

Auf den ersten Blick passen die beiden Seiten des Klaus S. nicht zusammen und wirken so unfreiwillig komisch. Für den Obergerichtsvollzieher sei es sein Leben gewesen, Humor und Frohsinn zu verbreiten - ob das auch in Berufsdingen galt?

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"Die Oma wieder..." Karin Z. war Ehefrau, Mutter, Tochter, Schwester - und eben Oma. Vor allem in letzterer Rolle scheint sie bei ihren Angehörigen besondere Erinnerungen zu wecken.

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Ein öffentlicher Dank an den "Bilderbuchonkel": Diese Anzeige zeigt, wie sehr sich kleine Gesten im Leben ins Gedächtnis einprägen. Im Vorwort schreibt Matthias Nöllke über Annoncen wie diese: "Es handelt sich um eine Art Volkspoesie, die in ihrer Vielfalt einfach überwältigend ist."

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Gerhard und Waltraud G. wollten ihrer Schwester und Schwägerin offenbar unbedingt angemessen die letzte Ehre erweisen. Mit dieser Anzeige drücken sie ihre Enttäuschung über den Fehler mit dem Blumenschmuck aus - und zeigen den Angehörigen, dass sie es eigentlich ganz anders geplant hatten.

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Eine Klarstellung der besonderen Art: Neben Todesanzeigen führt das Buch auch eine Annonce, die die Lebendigkeit des Walter D. noch einmal bekräftigen soll. Er wurde aufgrund eines verstorbenen Namensvetters für tot gehalten - und nutzt die Gelegenheit, um der Familie des toten Namensvetters sein Beileid auszusprechen.

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Viele Beispiele in der Sammlung wurden offensichtlich von den Sterbenden selbst verfasst. Die Autoren haben sogar den Eindruck, dass diese Form der Anzeige immer beliebter werden. Diese Variante konnte so wohl nur von der später Verstorbenen selbst formuliert werden: "Ich mach' mich jetzt vom Acker...denkt an mich!"

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Ein weiteres Beispiel in der Kategorie "Selbstverfasst": Michel J., der seinen Kunden vom Samstagsmarkt noch eben die Aufgabe seines Crêpe-Standes mitteilen wollte.

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"Auf geht's", schrieb dieser Verstorbene in seine "Persönliche Todesanzeige". Das Todesdatum überließ er sinnvollerweise anderen. Ansonsten nutzte er die Gelegenheit, sich zu entschuldigen und zu danken - und selbst zu entscheiden, was nach dem Tod über ihn geschrieben wird.

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Gleiches gilt für diese Anzeige von "Usch", die sich bei ihren Lieben für Freundschaft und Zuwendung bedankt...

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...sowie für Renate B. Ob sie selbst "ein paar Freunde" und "ein paar Nachbarn" als Trauernde unter ihre Anzeige gesetzt hat?

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Diese Lehrerin zog es vor, ihren Tod ohne viel Gerede zu annoncieren - und den Lebenden einen Rat mit auf den Weg zu geben.

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Ob es die Überraschung über die eigenen Gefühle ist? Auf jeden Fall sind die Hinterbliebenen "nun doch sehr traurig" über den Tod von Olga.

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Nur vier Worte, individuell und aussagekräftig: Die Leere des Strandkorbs, die Frank beschreibt, lässt sich vor allem durch die wenigen Worte in dieser Anzeige nachfühlen.

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Ähnlich minimalistisch hat es Karin in dieser Annonce zum 50. Hochzeitstag gehalten. Außerdem ein Beispiel dafür, dass das Bild vom Verstorbenen auf der Wolke nicht kitschig sein muss.

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Wie es auf dem "letzten Gig" von Heinz G. tatsächlich zuging, geht aus dieser Anzeige nicht hervor. Dennoch lässt sie darauf schließen, dass die Freunde des Schlagzeugers und "Spaßvogels" für eine angemessene Beisetzung mit "Body and Soul" sorgten.

Weitere ungewöhnliche Todesanzeigen finden Sie in dem Buch "Ich mach mich vom Acker" von Matthias Nöllke und Christian Sprang, erschienen im Verlag Kiepenheuer & Witsch.

© Süddeutsche.de/cam
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