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Spaß auf der Bühne:Von Gabriel, 8

(Foto: Rebecca Sandbichler)

Jeder kann irgendwas besonders gut: Hier verrät Gabriel, wie man am besten vor Publikum singt und bei einem Theaterstück mitspielt.

Eine eindrucksvolle Stimme

Ich singe schon im zweiten Jahr im Theaterchor. Was ich dabei gelernt habe: Man sollte aufrecht stehen oder sitzen. Und richtig atmen. Wenn man einatmet, muss der Bauch nach außen gehen und beim Ausatmen wieder nach innen. So ist man automatisch laut genug für die Bühne.

Die ersten Auftritte überstehen

Ich hatte in den letzten beiden Jahren schon viele Auftritte vor einer Menge Erwachsener - und trotzdem bin ich noch aufgeregt. Aber ich beruhige mich selbst, denn ich weiß genau, dass die ganze Aufregung auf der Bühne sofort verschwindet. Da denke ich dann nur noch daran, was wir geprobt haben. Und ich musste daran denken, immer ins Publikum zu schauen, obwohl ich die Leute im Scheinwerferlicht gar nicht sehen kann. Die erwachsenen Schauspieler sind übrigens total nett. Bei der Premiere schenken sich alle gegenseitig Süßigkeiten. Ich wusste das nicht und hatte keine dabei, habe aber trotzdem welche bekommen.

Selbst ein Stück ausdenken

Mit meinen Freunden habe ich schon eigene Theaterstücke aufgeführt. Bei unserem letzten Faschingsstück war ich der Regisseur, der Regieassistent, der Bühnen- und der Lichtmeister. Darum habe ich selbst nicht mitgespielt. Die Erwachsenen waren begeistert. Ich würde im Nachhinein mehr Spezialeffekte verwenden. Mit Licht kann man viel machen: zum Beispiel, indem man es für Gewitterszenen ganz schnell aus- und einschaltet.

Theater erfinden

Zu Hause mache ich oft Puppentheater für meinen kleinen Bruder, der ist erst drei. Darum brauche ich viel Musik: Ich spiele was und immer wieder starte ich ein Lied, damit er sich nicht langweilt. Ich habe verschiedene Kasperlfiguren und Tiere. Die Geschichten denke ich mir selbst aus. Sie müssen sehr lustig sein. Zum Beispiel: Der Kasperl bohrt mit seiner langen Nase versehentlich Löcher in Sachen hinein. Da zerkugelt sich mein Bruder vor Lachen. Der Kasperl beschreibt immer, wie das Bühnenbild aussieht: "Das hier ist ein Haus" zum Beispiel. Aber meine Kulisse ist nur eine Turnmatte. Dreijährige müssen öfter mal aufs Klo. Praktisch: In der Zeit kann ich umbauen.