Leben ohne Glamour Der große Kater

Ein ganz normaler Abend des Jahres 1978 im "Studio 54" in New York.

(Foto: Tod Papageorge, courtesy Galerie Thomas Zander, Köln)

Wir verzichten, optimieren, versichern - wo bleibt da die gepflegte Unvernunft? Fünf Thesen, warum wir den Glamour verbannt haben

Von Tobias Haberl, SZ-Magazin

Je schlechter die Zeiten, desto rauschender die Feste." Den Satz hört man immer mal wieder. Wenn er stimmt, geht es uns so gut wie lange nicht.

Unsere Feste sind nicht rauschend, ja es sind nicht mal mehr Feste, sondern Lunchtermine, Feierabendsnacks, ein, zwei Bierchen, "aber bitte nicht mehr", also "ein andermal gern", aber "heute nicht", weil - und dann kommt irgendein Grund, über den sich viele unserer Helden, von David Bowie über Romy Schneider bis zu Helmut Dietl, schlappgelacht hätten. ...