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Gefährlicher Sport:Hautkrebs durch Marathon

Einen überraschenden Zusammenhang zwischen regelmäßigem Lauftraining und dem Krebs-Risiko haben Mediziner aus Österreich entdeckt.

Es ist eine besondere Leistung, Marathonstrecken zu meistern. Und eigentlich ist Laufen auch gesund. Doch Langstreckenläufer, die regelmäßig trainieren, erhöhen offenbar ihr Hautkrebs-Risiko.

Langstreckenlauf

Risiko Langstreckenlauf

(Foto: Foto: irisblende)

Wie sich der Dauerlauf auf die Haut auswirkt, betrachteten Wissenschaftler der Universität Graz in einer nun in den Archives of Dermatology veröffentlichten Studie.

Sie untersuchten 210 Marathonläufer und eine entsprechende Vergleichsgruppe mit 210 Personen. Bei den Läufern handelte es sich vorwiegend um Männer, das durchschnittliche Alter lag bei 37 Jahren.

Die Sportler beantworteten den Forschern Fragen rund um ihr Training - wie häufig sie laufen und welche Kleidung sie dabei tragen. Darüber hinaus checkten die Mediziner noch weitere Risikofaktoren der Teilnehmer ab.

Dann war die Haut dran: Millimeter für Millimeter untersuchten die Dermatologen, welche relevanten Veränderungen wie beispielsweise Leberflecken die Haut aufwies.

Das Ergebnis: Die Marathonläufer hatten im Vergleich mit den lauffaulen Studienteilnehmern ein fast doppelt so hohes Risiko, an Hautkrebs zu erkranken. Überdies war die bevorzugte Laufkleidung bei neun von zehn der Sportler Shorts mit kurzärmligen T-Shirts. Bei diesem Kleidungsstil präsentieren die Läufer den schädlichen UV-Strahlen besonders viel Haut.

Und auch schützende Sonnencreme war nur mäßig beliebt: Etwas mehr als die Hälfte der Sportler verwendete sie häufig.

Für Marathonläufer hatten die Forscher auch einen Ratschlag in petto: Die Sportler sollten darauf achten, die UV-Belastung während des Trainings möglichst gering zu halten - etwa durch angepasste Trainingszeiten, besondere Kleidung und die Verwendung wasserabweisender Sonnenschutzcremes.

Und: Bis weitere Studien zu dem Thema vorlägen, sollten die Läufer gewarnt sein, das UV-Licht bei der Entwicklung von gutartigen und bösartigen Hautgeschwulsten eine entscheidende Rolle spielten, so die Wissenschaftler.