Staralbum (40) Robert Downey Jr.

Es gibt eine schöne, vergnügliche Szene in Altmans "Short Cuts": Robert Downey Jr. hält die mit blauen Flecken übersäte Lily Taylor fest, die ihn anfleht, aufzuhören. Nein, antwortet er ganz herrisch. Doch dann schubst sie ihn weg und sagt, sie habe keine Lust, sich weiter als Versuchsobjekt für seinen Maskenbildnerkurs herzugeben. Ganz schnell fällt alles Herrische von ihm, und übrig bleibt ein schmollendes Kind.

Robert Downey Jr.

(Foto: Web)

Robert Downey Jr., mit seinen großen Rehaugen, hat etwas sehr romantisches an sich - nichts männlich-romantisches, sondern eher eine besondere Mischung aus Verspieltheit und Verletzlichkeit; sogar sein "Chaplin" wirkte seltsam zerbrechlich. Den etwas schutzbedürftigen, verwirrten kleinen Bruder nimmt man ihm ganz mühelos ab - so, wie er es für Holly Hunter war in Jodie Fosters "Home for the Holidays" und für Annette Bening in "Richard III.".

Vielleicht schimmert da ein bisschen Wirklichkeit durch; wegen Drogenmissbrauchs war er zuletzt mehrfach im Knast. Inzwischen ist er wieder frei, und vielleicht kommt er nochmal heraus aus der Ecke für auffällige Nebendarsteller - die nächste Chance gibt ihm Curtis Hanson in "Wonder Boys".

sus