"Spiegel"-Chefredakteur Stefan Aust Szenen einer Scheidung

Am Montag scheiterte der Gütetermin vor dem Arbeitsgericht. Nach Informationen von sueddeutsche.de ist heute ein Gespräch zwischen Spiegel Geschäftsführer Mario Frank und Stefan Aust geplant.

Von Gerd Zimmer

Showdown im Spiegel: Am heutigen Dienstag um 13 Uhr ist nach Informationen von sueddeutsche.de überraschend ein Gespräch zwischen Verlagsgeschäftsführer Mario Frank und Chefredakteur Stefan Aust terminiert. Beide liegen in heftigem Streit. Der Verlag hat Austs Vertrag zum Jahresende 2008 gekündigt, der Journalist hat dagegen Kündigungsschutzklage eingereicht und geht von einem Beschäftigungsverhältnis bis 2010 aus.

Experten erwarten, dass der publicityträchtige Zwist - am Montag scheiterte der Gütetermin vor dem Arbeitsgericht - bald beigelegt wird. Im Raum steht eine finanzielle Erwartungshaltung Austs, die mit 4,8 Millionen Euro zu beziffern sein dürfte. Zuletzt soll sich das Management in Angeboten an ihn in Detailfragen - zum Beispiel Tantieme 2007 - sehr knauserig verhalten haben.

Kommt es zu keiner finanziellen Einigung, blieben dem Verlag noch eine fristlose Kündigung sowie eine Beurlaubung. Dagegen würde Aust mit seinem Anwalt Matthias Prinz wohl energisch zu Felde ziehen.