NDR: Olivia Jones und die Lokführer Rettet diese Frau die Deutsche Bahn?

Creative Commons: Der NDR stellt ab sofort Filmbeiträge frei verfügbar ins Internet. sueddeutsche.de zeigt das Video, in dem Dragqueen Olivia Jones eine Eisenbahner-Messe aufmischt.

Im Rahmen eines Pilotprojekts stellt der NDR ab sofort ausgewählte Beiträge seines Medien-Magazins "Zapp" und der Satire-Sendung "Extra 3" unter einer Creative-Commons-Lizenz zur Verfügung. Das heißt: Nutzungsrechte können flexibler als bisher gehandhabt werden. Das alternative Urheberrecht Creative Commons (etwa "kreatives Allgemeingut"), eine Art Urheberrecht für das Internet-Zeitalter, erlaubt beispielsweise das freie Kopieren.

Bringt sie Bewegung in die festgefahrenen Verhandlungen zwischen Lokführern und deutscher Bahn? - Olivia Jones im Jahre 2004 vor dem Hamburger Rathaus. Jones will in die Hamburger Bürgerschaft einziehen und hat ihre Kandidatur für die Wahl im Februar 2008 erklärt.

(Foto: Foto: ddp)

Die Internet-User dürfen die Beiträge vervielfältigen, verbreiten und öffentlich zugänglich machen, wenn sie drei Bedingungen einhalten: Der NDR muss als Urheber genannt werden, eine kommerzielle Nutzung der Inhalte sowie eine Bearbeitung sind nicht erlaubt. "Die Inhalte, die wir im Netz zur Verfügung stellen, haben unsere Zuschauer über die Rundfunkgebühr bereits bezahlt", so NDR-Intendant Jobst Plog: "Weil wir über das Internet speziell junge Zielgruppen erreichen, ist der Einsatz von Creative-Commons-Lizenzen für uns besonders interessant. Auf diese Weise tragen wir veränderten Nutzungsgewohnheiten Rechnung."

Aktuell bietet der NDR vier Beiträge zum Download an, der jüngste vom 15. November, der älteste vom 20. September 2007. sueddeutsche.de zeigt das Video "Olivia Jones bei der Bahn" aus der Sendung "Extra 3". Satire-Sonderreporterin Olivia Jones traf bei der Railtec in den Dortmunder Westfalenhallen, einer waschechten Bahn-Fachmesse, auf 14.000 begeisterte Eisenbahner.

In der Praxis gestaltet sich der Einbau von NDR-Videos auf die eigene Website recht aufwändig, da es keine Embed-Funktion gibt, mit der sich, wie bei Filmportalen im Netz üblich, ein Clip mit zwei Klicks übernehmen lässt.