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Kulturreport:Der tote Schmetterling

Auf der Suche nach Verlinkungen: René (stehend) und Christian Landspersky vor einem analogen Retweet von Ai Weiwei auf Leinwand.

(Foto: Alexander Steig)

Ai Weiwei, der vor allem im Westen renommierte chinesische Künstler, ist auch dank des Internets ein Star. Die Münchner "What Remains Gallery" schlachtet nun seine digitale Vergangenheit aus - mit Hilfe chinesischer Malerei-Fabriken

Seit vergangener Woche kursiert ein Foto des chinesischen Künstlers Ai Weiwei im Netz, das ihn am Strand von Kos zeigt. Dort liegt er, mit dem Gesicht im nassen Kies, an jener Stelle, an der Anfang September der dreijährige Alan Kurdî ertrunken ist. Ai Weiweis digitaler Aktienkurs, in der Währung der Likes und Retweets, ist seitdem erheblich gestiegen. Es gibt ja auch einiges zu sehen von ihm. Der Posterboy des aufgeklärten westlichen Kunstbetriebs ist selbst eifriger Nutzer sozialer Medien. Auch nach seiner Entlassung aus der chinesischen Haft, als er unter Arbeitsverbot stand und das Land nicht verlassen durfte, hat er fleißig fotografiert und gepostet.

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