Herzog & de Meuron Die Architekten

Die Schweizer Jacques Herzog & Pierre de Meuron sind international anerkannte Impulsgeber

Das Schweizer Architekten-Duo Jacques Herzog und Pierre de Meuron ist in München nicht unbekannt. Die Baseler haben in der Landeshaupt 1994 die Galerie der Sammlung Goetz gebaut. Auch das neugestaltete Gebäude der Hypobank in der Innenstadt trägt ihre Handschrift.

Jacques Herzog (links) und Pierre de Meuron

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Die Liste der Bauherren, die Herzog & de Meuron mit der baulichen Manifestation ihrer wirtschaftlichen Bedeutung beschäftigt haben, ist lang und prominent. Zum Beispiel gestalteten die Schweizer das New Yorker Hauptquartier des Modekonzerns Prada, das Forschungszentrum des Pharmariesen Hoffmann-La Roche in ihrer Heimatstadt Basel und Ricola betraute Herzog & de Meuron 1998 mit dem Bau des Marketinggebäudes im schweizerischen Laufen.

Das bisher repräsentativste Projekt der Schweizer ist die im Jahr 2000 eröffnete Tate Gallery of Modern Art in London. Herzog & de Meuron entwickelten dabei aus dem ehemaligen Kraftwerk am Ufer der Themse eine großzügige und architektonisch zurückgenommene Ausstellungshalle für moderne Kunst.

In ihrer Heimat gilt das gemeinsame Büro seit seiner Gründung im Jahr 1978 als eine der wichtigsten Inspirationsquellen für die zeitgenössische Schweizer Architektur.

Das sinnliche Erfassen ihrer Architektur liegt der Formensprache von Herzog & de Meuron zugrunde. Die Kombination von gegensätzlichen Materialien soll es dem Betrachter ermöglichen, die Eigenschaften der Materialien sinnlich zu spüren. Die Philosophie der Architekten formulierte Jacques Herzog: "Ein Gebäude ist ein Gebäude. Es kann nicht wie ein Buch gelesen werden; es gibt keine Untertitel oder Etiketten wie bei einem Bild in einer Galerie. In diesem Sinn ist es absolut anti-repräsentativ. Die Stärke unserer Gebäude ist der unmittelbare Eindruck, den sie auf den Besucher ausüben."