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Helen Mirren:Geadelt

Publicity photo from the Oscar nominated film 'The Queen'

Helen Mirren als Elizabeth II. in "The Queen".

(Foto: Reuters)

Dame Helen wird fürs Lebenswerk geehrt.

Ihre Vorfahren waren russische Aristokraten, die vor der Revolution nach England geflohen waren. Geboren wurde sie 1945 in London, unter dem Namen Ilyena Lydia Vasilievna Mironova. Dass sie Schauspielerin werden wollte, wusste sie, seit sie klein war; als sie in den Royal Shakespeare Company aufgenommen wurde, war sie erst neunzehn. Bekannt wurde sie unter dem Namen Helen Mirren.

Nun wird die britische Schauspielerin auf der diesjährigen Berlinale mit dem Goldenen Ehrenbären für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Gleichzeitig widmet ihr das Festival die diesjährige "Hommage", in der einige Mirren-Filme gezeigt werden. Natürlich nicht das ganze Schaffen - ihre Fernseharbeiten als Detective Chief Inspector Jane Tennison in den Filmen der "Heißer Verdacht"-Reihe, wegweisend für alle weiblichen Ermittlerinnen nach ihr, kommen zum Beispiel nicht vor. Aber auch in der Auswahl der Berlinale lotet sie die ganze Bandbreite des sozialen Spektrums aus. An der Seite von Bob Hoskins in "The Long Good Friday" sowie in Peter Greenaways "Der Koch, der Dieb, seine Frau und ihr Liebhaber" spielte sie sehr verschiedene Gangsterbräute, in Stephen Frears "The Queen" die englische Königin Elizabeth II., die mit dem Tod von Prinzessin Diana konfrontiert ist. Es ist vielleicht ihre berühmteste Rolle, für die sie mit dem Oscar ausgezeichnet wurde. Und eine Rückkehr zu ihren aristokratischen Wurzeln. Mittlerweile wurde ihr der Adelstitel Dame verliehen. Berlin adelt sie nun mit einem Bären.

© SZ vom 20.02.2020 / Sta

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