Aust einigt sich mit "Spiegel" Der goldene Reiter

Der geschasste Chefredakteur Stefan Aust hat sich mit dem Spiegel geeinigt: Er wird ein Zehrgeld von mehr als vier Millionen Euro erhalten. Die freudige Botschaft erreicht Aust im Reiturlaub in Kolumbien.

Von Gerd Zimmer

Es gab viel Lärm in der Öffentlichkeit und sogar einen Gütetermin vor dem Hamburger Arbeitsgereicht - doch nun ist der Streit an der Spitze des Spiegel beigelegt. Der langjährige Chefredakteur Stefan Aust und das Nachrichtenmagazin haben sich auf ein vorgezogenes Ende des Arbeitsvertrages geeinigt. Die juristischen Auseinandesetzungen sind damit ausgeräumt, und Aust dürfte summa summarum ein Zehrgeld von mehr als vier Millionen Euro mitnehmen.

In dem Streit hatte er auf Rechte aus seinem Vertrag gepocht, der am 31. Dezember 2008 ausläuft und mit einer Option auf zwei weitere Jahre verbunden war. Auch war Aust auf viele Jahre als Herausgeber des von ihm aufgebauten "Spiegel-TV" gedungen worden.

Auf diesen Positonen sitzen längst andere. Am Donnerstag hat offenbar eine Gesellschafterversammlung im Spiegel die Modalitäten der Einigung beschlossen; Telhaber sind die Mitarbeiter des Verlags (Anteil: 50,5 Prozent), der Großverlag Gruner + Jahr (25,5 Prozent) sowie die Erben des Gründers Rudolf Augstein.

Aust weilt derzeit auf Urlaub bei Pferdefreunden in Kolumbien und war für eine Stellungnahme nicht ereichbar. Der Hamburger Anwalt Matthias Prinz hat die Sache für ihn durchgefochten.

Der Spiegel bestätigte die Einigung mit Aust, machte aber über die Höhe der Summe keine Angaben.