"Work and Travel" Jobbend um die Welt

An eine Einreiseerlaubnis sind immer bestimmte Voraussetzungen geknüpft. So müssen die Bewerber in der Regel zwischen 18 und 30 Jahre alt sein und einen bestimmten Geldbetrag nachweisen. Damit wollen die Behörden sicherstellen, dass die Neuankömmlinge für eine bestimmte Anfangszeit auch ohne Job über die Runden kommen. In Japan sind dies beispielsweise rund 2000 Euro. Zusätzlich müssen die Antragsteller oft bereits die Rückflugtickets besitzen. Bevor es also zum Geldverdienen ins Ausland geht, muss zunächst einmal ein ordentliches Sümmchen als Startkapital vorhanden sein.

Wo gibt es Arbeit, wo ein Bett?

Nicht in jedem Land genießen die ausländischen Gäste dieselben Freiheiten. Gerade im "Land der unbegrenzten Möglichkeiten" gibt es einige Einschränkungen: Die US-Behörden erlauben den Reisenden nur im Sommer und auch nur maximal für vier Monate zu arbeiten. Andere Länder wiederum schreiben vor, dass die Langzeitgäste nur maximal drei Monate in einem Betrieb tätig sein dürfen, danach müssen sie sich eine neue Stelle suchen. Gute Nachricht für Neuseeland-Freunde: Die Regierung hat diese Regelung vor wenigen Wochen aufgehoben. Weniger reisefreudige Gäste können nun also während ihres ganzen Aufenthalts bei ein und derselben Firma arbeiten.

Ist der bürokratische Dschungel erst einmal gelichtet und sind alle notwendigen Formulare unterschrieben, kann es losgehen. Oder auch nicht: Einige Fragen stellen sich dann nämlich doch noch: Wo will man seine Tour überhaupt beginnen? Wo kann man übernachten? Und wo findet man einen Job?

Wer sich von einer Organisation wie Step In oder TravelWorks betreuen lässt, findet darauf schnell Antworten. Dort gibt es Experten, die gegen Geld bei allen nur möglichen Problemen mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Surfen hilft

In Zeiten des Internets lassen sich die nötigen Informationen aber auch selber organisieren. Das berichten auf jeden Fall Reisende und Rückkehrer in den zahlreichen Foren, die es zum Thema "Work & Travel" gibt. So lässt sich so mancher Euro sparen, die Planung auf eigene Faust kostet dafür aber viel Zeit - und manchmal auch einiges an Nerven.

Egal, ob selbstorganisiert oder von erfahrenen Spezialisten betreut: Während sich Zielort und eine erste Unterkunft noch leicht von Deutschland aus finden lassen, ist das bei den Jobs schon schwieriger. Diese Erfahrung hat auf jeden Fall Kai Brach bei seiner einjährigen "Work & Travel"-Tour durch Australien gemacht. "Einen Job schon von Deutschland aus zu finden ist nicht wirklich möglich. Die Jobs werden erst dann vergeben, wenn sich der Arbeitgeber einen Eindruck von der Person machen kann", erzählt Brach.