Virtueller Arbeitsmarkt:Fünf steigen aus

Die neue Stellenbörse im Internet der Bundesanstalt für Arbeit wird womöglich auf die Job-Angebote der fünf großen kommerziellen Online-Börsen verzichen müssen. Die Gespräche über eine Zusammenarbeit beim "Virtuellen Arbeitsmarkt" sind gescheitert.

Der "Virtuelle Arbeitsmarkt" der Bundesanstalt für Arbeit (BA) wird im Dezember wahrscheinlich ohne die großen Online-Jobbörsen an den Start gehen. Ein entsprechendes Gespräch mit den fünf Branchenführern jobpilot, stepstone, jobscout24, monster und jobware sei am Vortag gescheitert, berichtete der Geschäftsführer der Jobbörse Monster Deutschland, Kai Deininger, am Donnerstag. "Es war einfach nicht klar greifbar, wie sich die BA die Umsetzung des Virtuellen Arbeitsmarkts vorstellt", sagte Deininger. Es seien keine neuen Verhandlungstermine vereinbart worden.

Auch der Projektleiter für den "Virtuellen Arbeitsmarkt" bei der Bundesanstalt, Jürgen Koch, schloss am Donnerstag nicht aus, dass nur ein Teil der großen Jobbörsen beim Start des "Virtuellen Arbeitsmarkts" am 1. Dezember dabei ist. Er bestätigte zugleich den Abbruch der gemeinsamen Gespräche. Man wolle die Verhandlungen in Einzelgesprächen fortsetzen. Mit zwei ebenfalls großen Jobbörsen sei man sich bereits einig. Die übrigen mehr als 400 Jobbörsen erhielten in den nächsten zwei bis drei Wochen ein schriftliches Angebot.

Die Bundesanstalt will mit dem "Virtuellen Arbeitsmarkt" die Besetzung freier Stellen beschleunigen. Arbeitssuchende sollen dabei künftig über die Internet-Adresse "www.arbeitsamt.de" Zugriff auf die Angebote von 400 Jobbörsen erhalten.

Ein Job-Agent soll für einzelne Arbeitslose das Internet nach passenden Angeboten durchsuchen und die Betroffenen dann per Post, Fax, E-Mail oder Handy über entsprechende Angebote unterrichten.

(sueddeutsche.de/dpa)

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