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Umfrage:Die ideale Schule

Was macht eine gute Schule aus? Mehr Druck? Mehr Freiheit? Mehr Moral? Mehr Elite? Mit Diskussionsforum.

Eine gute Schule - das wünschen sich Eltern, Schüler, Lehrer und Politiker gleichermaßen. Doch was heißt das genau? Wir haben acht Menschen gefragt, die das deutsche Bildungssystem in unterschiedlichen Funktionen mitgestalten. Wo liegen die Differenzen ihrer Vorstellungen, wo die Schnittmengen? Und gibt es einen gemeinsamen Kern, eine Essenz der guten Schule, unabhängig von Status, Schulform, politischer Couleur?

Was macht eine gute Schule aus? Lehrer, Eltern, Politiker und Schüler über ihre Vorstellungen einer idealen Lernumgebung. Mit Diskussionsforum.
(Foto: Foto: iStockphoto)

Ute Erdsiek-Rave ist Bildungsministerin in Schleswig-Holstein und derzeit Präsidentin der Kultusministerkonferenz

Eine gute Schule sollte folgende Merkmale haben: Sie hat ein Förderkonzept, das jedes einzelne Kind ernst nimmt. Sie definiert ihre Ziele und Leistungen und legt Wert auf eine systematische Rückmeldung über die eigene Arbeit. Sie versteht sich als offener Lernort und gibt Impulse für erfolgreichen Unterricht. Sie fördert Integration und nutzt heterogene Lerngruppen als Chance.

Sie entwickelt ihr Schulprogramm stets weiter. Sie hat ein tragfähiges Konzept gegen Unterrichtsausfall. Sie hat eine Schulleitung, die die Unterrichtsqualität kontinuierlich verbessern will. Sie besteht aus einem Team engagierter Lehrkräfte, die sich und damit die Schule fort- und weiterbilden. Sie beteiligt Schüler und Eltern am Schulgeschehen. Sie ist ansprechend gestaltet - von den Klassenzimmern bis zum Pausenhof - und angemessen ausgestattet. Sie macht Schülerinnen und Schülern auch außerhalb des Unterrichts Bildungsangebote. Und sie öffnet sich für außerschulische Partner aus Wirtschaft, Politik, Kultur.

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