Trick drei: "Mal schauen, wie es weitergeht" - Arbeitsverträge werden permanent befristet

Was steckt dahinter?

Mit einer Befristung will der Arbeitgeber größtmögliche Flexibilität erreichen - um den Mitarbeiter im Ernstfall schnell wieder loswerden zu können. Oft begründet er die Befristung jedoch mit einem anderen Argument: Die Firma müsse den Mitarbeiter erst einmal kennenlernen, bevor sie sich definitiv und dauerhaft für ihn entscheide.

Wie kann sich ein Mitarbeiter wehren?

"Nur, indem er sich über die Rechtslage gut informiert", sagt die Juristin Carmen Schön. So können Arbeitsverträge ohne Sachgrund befristet und bis zu drei Mal ohne Unterbrechung verlängert werden. Insgesamt darf die Befristung dabei jedoch nicht länger als zwei Jahre dauern. "Trotzdem sind sogenannte Kettenverträge üblich", erklärt Schön. "Dann bleibt nur, den Vertrag gerichtlich überprüfen zu lassen. Allerdings wird dieser Schritt das Arbeitsklima enorm verschlechtern."

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18. Mai 2009, 18:522009-05-18 18:52:00 ©