Trick zwei: Erst mal einen Fuß in die Tür bekommen - ein unbezahltes Praktikum als Lockangebot

Was steckt dahinter?

Das Motiv des Arbeitgebers ist so einfach wie durchschaubar: Auf diese Weise verhilft er dem Unternehmen zu einer kostenlosen Arbeitskraft. Diese Vorgehensweise ist mittlerweile an der Tagesordnung, was besonders Berufsanfänger zu spüren bekommen. Nach Schätzungen der Gewerkschaften ist etwa die Hälfte der Praktika, die nach Abschluss des Studiums oder einer Ausbildung absolviert werden, unbezahlt. Drei Viertel dieser Praktikanten versichern, überwiegend als normale Arbeitskraft eingesetzt worden zu sein.

Wie kann sich ein Mitarbeiter wehren?

Ob ein Berufseinsteiger solch ein Angebot akzeptieren sollte, hängt ganz von den Alternativen ab: Ist weit und breit kein Job in Sicht, was bei der momentanen Arbeitsmarktlage durchaus sein kann, sollte er das Praktikum nicht unbedingt ausschlagen. Statt eines Gehalts kann er vom Arbeitgeber jedoch andere Zusatzleistungen verlangen: "Ein kostenloser Kantinenbesuch oder die Übernahme der Fahrtkosten können den Lohn zwar nicht ersetzen, sind aber immer noch besser als gar nichts", sagt Karriereberaterin Schön. "Eine Alternative dazu ist eine Provision, die die Firma im Erfolgsfall zahlt - etwa, wenn der Praktikant einen tollen Beitrag zu einem Projekt leistet."

Bild: dpa

18. Mai 2009, 18:522009-05-18 18:52:00 ©