Hochschulen im Vergleich Jeder Uni ihren Spitzenplatz

Die eine deutsche Elite-Universität gibt es nicht. Wie ein neues Ranking zeigt, brillieren auch die besten Hochschulen nur in bestimmten Bereichen.

Eine alles überragende deutsche Spitzenuniversität nach dem Vorbild von Harvard oder Oxford gibt es nicht. Auch die besten deutschen Hochschulen brillieren jeweils nur in bestimmten Bereichen. Das geht aus dem am Mittwoch von der Bertelsmann-Stiftung in Gütersloh veröffentlichten Universitätsranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) und der Illustrierten Stern hervor.

In den Ingenieurwissenschaften schneiden etwa in der Forschung die RWTH Aachen, die TU Darmstadt, die Universitäten Karlsruhe und Stuttgart sowie die TU München sehr gut ab. Dies betrifft die Fächer Maschinenbau, Elektro- und Informationstechnik und Bauingenieurwesen.

Im Urteil der Studierenden - zur Qualität der Lehre - werden in diesen Fächern aber andere Universitäten besser bewertet: In Elektro- und Informationstechnik die TU Chemnitz, die TU Dresden sowie die Universitäten Kiel, Rostock und Ulm.

In der geisteswissenschaftlichen Forschung ist die Universität Freiburg stark in den Fächern Germanistik, Geschichte, Anglistik und Psychologie. Die Universität Tübingen kann besondere Forschungsleistungen in den Fächern Germanistik, Geschichte und Erziehungswissenschaften vorweisen.

In einer lehrbezogenen Perspektive sind in den Geisteswissenschaften die Universitäten Bamberg und Greifswald mit kurzen Studienzeiten und guten Bewertungen durch die Studierenden hervorzuheben.

Ausnahme-Uni: LMU München

Je nachdem, ob Spitzenleistungen in der Forschung oder in der Lehre gefördert werden sollen, böten sich damit für die Studierenden ganz unterschiedliche Universitäten als erste Wahl an, betonte die Stiftung.

Nur in seltenen Fällen schneiden Hochschulen in einem Fach sowohl in der Forschung als auch in der Lehre besonders gut ab. Beispiele dafür sind die Universität Trier in Geschichte und die LMU München in Anglistik/Amerikanistik.

Studenten und Profs befragt

Das CHE-Hochschulranking will die Leistungen deutscher Hochschulen bewerten. In diesem Jahr wurden die Daten für Psychologie, die Geistes- und die Ingenieurwissenschaften aktualisiert. Insgesamt umfasst das Ranking 34 Fächer, die das Fächerspektrum von mehr als 75 Prozent aller Studienanfänger abdecken.

Neben Fakten zu Studium, Lehre, Ausstattung und Forschung zeigt das Ranking die Urteile der Studierenden über die Studienbedingungen an ihrer Hochschule und die Reputation der Fachbereiche unter den Professoren der einzelnen Fächer.