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Französische Elite-Hochschule:Privileg und Prestige

Nepotismus und "Vetternwirtschaft"

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Staatspräsident Nicolas Sarkozy, der anders als seine Amtsvorgänger kein Absolvent der ENA ist, hatte diese Auswahlpraxis kürzlich als "schockierend" bezeichnet, da sie nicht denen, die für einen wichtigen Posten am besten geeignet sind, den Zugang dazu verschafft, sondern dass allein die Noten in einem Abschlussexamen über ein ganzes Berufsleben entscheiden.

Die Kritik ist umso berechtigter, als dieser exklusive Club der Spitzen-Enarchen, von dem nicht wenige bald aus dem Staatsdienst ausscheiden, um wesentlich besser bezahlte Führungsposten in der Privatwirtschaft zu übernehmen, ein informelles Netzwerk bildet, das angesichts des traditionell engen Verhältnisses, das zwischen dem Staat und den großen Unternehmen in Frankreich besteht, Nepotismus und "Vetternwirtschaft" Tür und Tor öffnet.

Leider wird die Reform, die darauf abzielt, grundsätzlich allen Absolventen der ENA die gleichen Chancen zu eröffnen, aber erst nach 2011 wirksam werden.