Tankstellen Das Netz wird gröber

Die Autos werden immer sparsamer, der Benzinabsatz sinkt und damit auch die Zahl der Zapfsäulen: Autofahrer in Deutschland müssen mit immer weniger Tankstellen auskommen.

Die Zahl der Tankstellen ist binnen eines Jahres um 137 auf noch 14.902 gesunken. Damit setzt sich der seit Jahren anhaltende Trend zur Schließung von Stationen fort. Vor fünf Jahren boten noch 1000 Tankstellen mehr ihre Dienste an, wie der Fachdienst EID am Montag mitteilte. Der Rückgang spiegelt den sinkenden Benzin-Absatz: Weil die Autos immer sparsamer sind, fällt der gesamte Kraftstoffabsatz.

Größter Anbieter ist weiterhin Aral mit 2275 Tankstellen vor Shell mit 2156 Stationen. Shell konnte den Abstand im vergangenen Jahr allerdings deutlich verringern. Aral hat bereits neue Kooperationen mit unabhängigen Tankstellen angekündigt, um Shell wieder auf Distanz zu bringen. Shell will dagegen immer mehr Stationen wieder mit Tankwarten versehen, um so die Kundenzufriedenheit zu erhöhen.

Auf Rang drei liegt der Bund freier Tankstellen mit 9,5 Prozent Marktanteil und 1659 Tankstellen vor Jet mit nur 725 Stationen, aber gleichem Marktanteil. Die Positionen fünf und sechs halten Esso und Total, vor Agip, Avia, OMV und Orlen. In einem EID-Interview kündigte der Deutschland-Chef der polnische Orlen-Kette an, alle ihre deutschen Stationen auf die Billig-Marke Star umzustellen. Gleichzeitig will Star neue Stationen eröffnen.