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Schwimmteiche:Plantschen im eigenen Idyll

Zwar gebe es auch Leute, die erzählten, dass der selbst gebuddelte Teich nur 3000 Euro gekostet habe, dies könnten aber allenfalls die reinen Materialkosten gewesen sein, vermutet der Experte. Und wer beim Teichbau ganz auf die "Do-it-yourself"-Variante setzt, muss vorher eine gründliche Bestandsaufnahme der geologischen Beschaffenheit seines Gartens machen. Und er darf bei der Pflege nicht schlampen - sonst kann es schnell geschehen, dass der Teich umkippt und zu einer unappetitlichen Brühe wird.

Von Rentnern und Yuppies

Es sind längst nicht nur ökologisch engagierte Menschen, die auf den neuen Trend anspringen, berichtet Udo Stenger von der Firma Natura Bad aus Salzhemmendorf im Kreis Hameln-Pyrmont. "Früher war das vielleicht so, aber das hat sich verändert."

Gut verdienende Paare leisten sich einen teuren Schwimmteich mit allen Finessen, Rentner entdecken den Garten als neues Betätigungsfeld, Saunafans wünschen sich ein vergrößertes Tauchbecken, junge Familien wollen ein Wasserparadies für ihre Kinder. "Das wird dann gerne ein Modell mit Sprungfelsen und Lianenschaukel", berichtet Guido Manzke. Eine Baugenehmigung ist für kleine Teiche bis 100 Kubikmeter nicht nötig.

Gabriele Friedrichs und ihr Mann Roland aus Maschen südlich von Hamburg gehörten 1998 mit zu den ersten, die den Trend entdeckten. "Wir wollten ursprünglich einen konventionellen Pool, aber irgendwie gefiel uns das Ganze nicht richtig, und dann sind wir durch Zufall auf den biologischen Badeteich gekommen", berichtet Roland Friedrichs. "Statt Chemie im Swimmingpool haben wir jetzt herrlich weiches, klares und gesundes Wasser, in dem wir schwimmen."

© sueddeutsche.de/dpa
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