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Schwimmteiche:Plantschen im eigenen Idyll

Swimmingpools sind out: Stattdessen lassen sich immer mehr Privatleute einen Teich in ihren Garten bauen - in den man auch springen kann.

Und es ist längst nicht nur eine wohlhabende Klientel, die sich den Wunsch nach einem eigenen Naturbadeteich erfüllt. Wem das nötige Kleingeld fehlt, der greift mit Freunden auch schon mal selber zur Schaufel und setzt darauf, dass angelesenes Wissen und Materialien aus dem Baumarkt auch zur Verwirklichung des Traums reichen.

Im Trend: Schwimmteich statt Swimmingpool

(Foto: Foto: ddp)

Guido Manzke gehört zu denjenigen Unternehmern, die den Trend mit nach Deutschland geholt haben. Vor rund 15 Jahren sah er erstmals einen privaten Badeteich in Österreich. "Ich war fasziniert von der Idee, dass man einen Gartenteich nicht nur für Fische nutzen, sondern auch selber darin schwimmen kann", erzählt Manzke.

Der Unternehmer eignete sich das nötige Knowhow an und konzentrierte sich mit seiner Firma für Garten- und Landschaftsbau in Volkstorf bei Lüneburg bald ganz auf das neue Marktsegment.

Naturnaher Meister Proper

Hauptunterschied zwischen einem Badeteich und einem Pool ist neben der Optik die Qualität des Wassers: Im Teich säubern Pflanzen das Wasser auf natürliche Weise, im Pool wird in aller Regel Chemie eingesetzt. Guido Manzke schätzt, dass es bundesweit inzwischen 4000 bis 5000 Privatleute gibt, die einen Schwimmteich in ihrem Garten haben - in Süddeutschland deutlich mehr als im Norden. "Die Nachfrage ist steigend."

Manzke betont, dass eine Plantschidylle selbst auf einem kleinen Reihenhaus-Grundstück realisierbar ist. Für eine vier Meter breite und sechs Meter lange Schwimmfläche werden inklusive Filter- und Regenerationszonen mit Wasserpflanzen rund 75 Quadratmeter Gesamtfläche benötigt. "Kostentechnisch fängt das bei 150 bis 200 Euro pro Quadratmeter an, also bei insgesamt 15.000 bis 20.000 Euro", sagt Manzke.

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