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"Prototype Home 2015":Behagliche Hightech-Zwiebel

Studenten aus Darmstadt haben ein Solarhaus entwickelt, das die Energie für die Bewohner gleich mitliefert.

Ein gutes Haus zu bauen, ist gar nicht so leicht, ein energieoptimiertes zu errichten, das auch noch behaglich ist, eine echte Herausforderung. Studierende der Technischen Universität Darmstadt (TUD) haben unter Leitung von Professor Manfred Hegger und seinen Assistentinnen Isabell Schäfer, Barbara Gehrung und Andrea Georgi-Tomas ein Haus entwickelt, das aktuelle Baustandards deutlich überflügelt. Der elegante Holzkubus namens "Prototype Home 2015" ist ein Solarhaus, das die Energie für seine Bewohner gleich mitliefert.

Prototype Home 2015

Den jüngsten Solar Decathlon, einen internationalen Solarhaus-Wettbewerb für umwelt-verträgliches Bauen in Washington gewannen Architektur-Studenten der TU Darmstadt mit dem von ihnen entwickelten "Prototype Home 2015".

(Foto: Foto: TU Darmstadt)

Solarer Zehnkampf

"Wir haben Tag und Nacht gearbeitet, um fertig zu werden", erinnert sich Projektleiterin Isabell Schäfer. Gerade fünf Tage hatten die Bautrupps Zeit, um ihr 54-Quadratmeter-Solarhaus beim Solar Decathlon 2007 des US- Energieministeriums in der Hauptstadt Washington zu errichten. Dann ging es richtig los beim solaren Zehnkampf gegen fast zwei Dutzend Mitbewerber (nord)amerikanischer und europäischer Universitäten.

Wie bei Big Brother

Eine ganze Woche mussten die Darmstädter das wahre Leben in ihrem Eichenholzhaus meistern: kochen, waschen, duschen und mit dem Solarmobil durch die Straßen von Washington kurven - alles mit der Energie, die das Haus selbst produzierte. Ein Leben wie bei der RTL-2-Show "Big Brother", unter ständiger Beobachtung der Jury, die in einem Punkt keinen Spaß verstand: Das Haus musste garantiert ohne Komforteinbußen funktionieren.