München Das Haus der Gegenwart

Das SZ-Magazin wollte wissen: Wie wohnt man heutzutage? Das Ergebnis auf diese Frage ist nun fertig gebaut und ist offen für jedermann.

Von Von Alfred Dürr

Aus einer Utopie ist Realität geworden: Vor rund 250 Gästen hat Oberbürgermeister Christian Ude das "Haus der Gegenwart" auf dem Gelände der Bundesgartenschau 2005 eröffnet.

Das Haus der Gegenwart bei der Eröffnung 2005

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Am Anfang stand nur eine journalistische Idee. Wie sieht das ideale Wohnhaus der Zukunft aus? Das SZ-Magazin hatte vor knapp vier Jahren dazu einen Architektenwettbewerb ausgelobt - je phantasievoller die Ideen, desto besser.

Damals glaubte noch niemand daran, dass jemals wirklich gebaut werden würde. Doch das Wunder ist geschehen. Die Landeshauptstadt München, die Bayerische Hausbau, die Fördergesellschaft Landespflege Bayern und das SZ-Magazin taten sich zusammen und realisierten eines der preisgekrönten Modelle - das des Münchner Büros Allmann, Sattler, Wappner.

Weitere Unterstützung kam von 86 anderen Partnern. Im Frühjahr 2004 hatten in Riem die Arbeiten begonnen, jetzt soll das gemeinsame und gemeinnützige Projekt mit Leben erfüllt werden.

In dem zweistöckigen Haus auf dem Grundstück von 500 Quadratmetern Fläche finden unter anderem Diskussionen und Veranstaltungen zu den Themen Architektur, Design, Wohnen und Stadtentwicklung statt.

Einer der ersten prominenten Besucher im Haus wird Microsoft-Chef Bill Gates sein. Er wird die elektronische Haustechnik in Betrieb nehmen.

Bei einem Rundgang durch das Gebäude zeigte sich OB Ude beeindruckt über die "kommunikativen, hellen und freundlichen Räume". Den Architekten sei es hervorragend gelungen, unkonventionelles Wohnen zu gestalten.