Moderne Glasarchitektur Transparent und gut gedämmt

Was lange Zeit nur bei Hightech-Bürobauten zu sehen war, ist mittlerweile auch bei Bauherren von Einfamilienhäusern gefragt.

Große Fensterflächen und Terrassen- oder Balkontüren lassen Licht nicht nur ins Haus fluten. Sie heben die Grenzen zwischen Wohnung und Garten oder der umgebenden Natur auf und lassen die Räume miteinander verschmelzen. Im Hinblick auf die Wärmedämmung zweifeln manche Häuslebauer allerdings an der modernen Glasarchitektur. Vor allem die für dieses und für das Jahr 2012 geplanten Verschärfungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) schrecken viele ab. Denn dann sollen die Anforderungen an Neubauten jeweils um 30 Prozent steigen. Doch die Glasarchitektur sei durchaus zukunftsfähig, sagen Experten.

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"Moderne Fenster halten die Kälte fast genauso gut ab wie massive Wände, da die Verglasungen im Hinblick auf den Wärmeschutz deutlich verbessert worden sind", sagt Prof. Gerhard Hausladen vom Lehrstuhl für Bauklimatik und Haustechnik an der Technischen Universität (TU) München. Fenster seien für das Wohlbefinden äußerst wichtig, da der Mensch zum Leben viel Licht und Luft benötige.

Auch Rollläden dämmen

Isolierverglasungen sind heute der Normalfall - in Passivhäusern sind bereits Dreifachverglasungen Standard. "Dreifachverglasungen können U-Werte von 0,5 erreichen", erläutert Jürgen Benitz-Wildenburg vom Institut für Fenstertechnik in Rosenheim. Beim U-Wert handelt es sich um den sogenannten Wärmedurchgangskoeffizienten. Mit der Messung des U-Werts wird der Wärmeverlust von innen nach außen bestimmt.

Dabei gilt: Je kleiner der U-Wert, desto besser ist die Dämmung. Ein dichtschließender Rollladen bewirke durch die zusätzliche Luftschicht und seinen Wärmedurchlasswiderstand eine zusätzliche Verminderung des Wärmeverlustes.

Bei Isolierfenstern sind die Räume zwischen den Scheiben mit Gas gefüllt - in der Regel mit Argon. Um einen U-Wert von 0,5 zu erreichen, kommt stattdessen das teurere Krypton zur Verwendung. Ob sich der Einsatz teurer Krypton-Scheiben an Stelle von Argon-Dreifachverglasungen - sie erreichen nicht ganz so gute U-Werte, etwa 0,8 - rechne, sollte vor dem Einbau in einer Wirtschaftlichkeitsberechnung ermittelt werden.

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