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Kult-Fotografin Leibovitz:Wenn nichts mehr hilft, hilft Goldman Sachs

Rettung in letzter Minute: Die hochverschuldete Star-Fotografin Annie Leibovitz bekommt in ihrer Finanzmisere unverhofft Unterstützung - von der US-Bank Goldman Sachs.

Ihre Bilder schmücken die Cover von unzähligen Hochglanz-Zeitschriften, die größten Stars ziehen sich vor Annie Leibovitz aus: John Lennon, nackt, umarmt von seiner Frau Yoko Ono, war eines ihrer berühmtesten Fotos - ebenso ließen sich die hochschwangere nackte Demi Moore oder die dunkelhäutige Schauspielerin Whoopi Goldberg ablichten, letztere in einer Badewanne voller Milch.

Annie Leibovitz, Foto: dpa

Die hochverschuldete Star-Fotografin Annie Leibovitz bekommt möglicherweise Hilfe von der US-Bank Goldman Sachs.

(Foto: Foto: dpa)

Seit 1993 arbeitet die berühmte Fotografin für die Zeitschrift Vanity Fair, angeblich für drei Millionen Dollar pro Jahr. Dazu kommen hochdotierte Aufträge für Werbe-Fotografien. Und doch: Um die finanzielle Lage von Leibovitz steht es nicht gerade gut. Zuletzt hatte sie sich von dem Kunstleihhaus Art Capital Geld geliehen, um Kredite zu finanzieren, jetzt lastet auf Annie Leibovitz ein Schuldenberg von 24 Millionen Dollar (17 Millionen Euro) - plus Zinsen und Gebühren.

Doch jetzt naht Hilfe. Denn die US-Investmentbank Goldman Sachs kündigte an, der hochverschuldeten Künstlerin aus der Klemme zu helfen. "Wir möchten am liebsten mit Ms. Leibovitz direkt zusammenarbeiten und ihr dabei helfen, ihre finanzielle Situation zu meistern", zitiert das Magazin Stern eine Sprecherin der Bank. Ein Teil der Kredite, die Leibovitz bis zum 8. September an Art Capital zurückzahlen muss, von Goldman Sachs finanziert worden.

Leibovitz war war von Art Capital verklagt worden, weil sie bei ihren Ratenzahlungen zu weit im Rückstand war. Sollte sie das Geld nicht bis zum Stichtag in drei Wochen nicht aufbringen können, würde sie ihr Haus im New Yorker Künstlerviertel Greenwich Village, ein Landhaus außerhalb der Stadt und die Rechte für ihr Bildarchiv verlieren.

Die Fotografin arbeitet seit mehr als 40 Jahren für Zeitschriften wie Vogue, Vanity Fair und Rolling Stone und hat Prominente in aller Welt porträtiert. Anfragen von US-Medien zu ihren Gesprächen mit Goldman Sachs ließ sie unbeantwortet. Das Kunstleihhaus Art Capital erklärte am Dienstagabend, bisher kein Angebot von der Investment Bank bekommen zu haben.

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