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Energieeinsparung:Neue Regeln

Die Bundesregierung hat ehrgeizige Ziele in Bezug auf den Energieverbrauch und den Klimaschutz - Immobiliensanierung inklusive.

Die Regierung will bis zum Jahr 2020 die C02-Emission um 40 Prozent senken. Um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, schickt sie neue Gesetze wie das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz oder die neue Energieeinsparverordnung ins Rennen. Und Bauherren und Modernisierer müssen in diesem Jahr in die Energieeffizienz ihrer Immobilie investieren.

Mit dem seit Januar 2009 geltenden Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) soll der Anteil erneuerbarer Energien am Wärmemarkt steigen. Es verpflichtet Eigentümer, einen Teil des Wärmebedarfs ihres Hauses mit Sonnenenergie, Biomasse oder Erdwärme zu decken.

Der Nachweis darüber muss drei Monate nach Fertigstellung der Anlage dem Bauamt vorgelegt werden. Von Herbst 2009 an gilt die kürzlich novellierte Energieeinsparverordnung (EnEV). Diese schreibt für alle Neubauten zusätzlich einen um rund 30 Prozent niedrigeren Wärmebedarf vor. Gleiches gilt für Altbauten, die grundsaniert werden.

Es gibt Geld

Doch lädt der Staat nicht alle diese Mehrkosten auf die Bauherren ab. Er unterstützt Sanierer und Bauherren im laufenden Jahr mit 400 Millionen Euro Fördermitteln. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle fördert solarthermische Anlagen bis zu 40 Quadratmetern mit 105 Euro pro Quadratmeter Kollektorfläche. Die KfW-Förderbank vergibt an zukunftsorientierte Bauherren und Modernisierer zinsgünstige Darlehen mit Tilgungszuschuss.

Durch den Einsatz erneuerbarer Energien wurden 2008 laut dem Solarheizsystem-Hersteller Solvis bereits rund 120 Millionen Tonnen Kohlendioxid in Deutschland eingespart. Der finanzielle Aufwand für den Einbau einer Solaranlage in ein unsaniertes, 150 Quadratmeter großes Einfamilienhaus rechnet sich demnach so: Die einmalige Investition von circa 20.000 Euro für die Umstellung der Heizung auf Solarwärme mit Brennwerttechnik amortisiert sich laut Solvis bereits nach etwa zehn Jahren. Und sobald die Energiepreise wieder steigen, vermutlich sogar noch schneller.