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Call-by-Call-Kostenfallen:Wie Verbraucher Kostenfallen vermeiden können

Das Verwählen ist nur eine Falle, die beim Telefonieren mit Call-by-Call-Nummern lauert. Es gibt noch mehr. Am ehesten umgehen können Verbraucher sie, wenn sie auf Nummern zurückgreifen, bei denen vor dem Gespräch der Preis angesagt wird.

Die Tarifwechselfalle

Einige Firmen werben mit günstigen Preisen, machen den Tarif anschließend aber wieder teurer - oft ohne dass die Kunden es merken. "Manche Anbieter ändern die Preise drei- bis viermal am Tag", sagt Joachim Himmler, Tarif-Experte beim Verbraucherportal Biallo.de. Es gibt daher keine Garantie dafür, dass eine billige Call-by-Call-Nummer auch günstig bleibt. "Man sollte deshalb immer die aktuellsten Nummern verwenden", meint Rafaela Möhl vom Branchendienst Teltarif.

Die Auslandsfalle

Bei Auslandstelefonaten sind die Preise extrem unterschiedlich. Ein Beispiel: Mit der 010018 lässt sich derzeit für 0,7 Cent pro Minute nach Spanien telefonieren. Ein Gespräch nach Griechenland kostet hingegen 40 Cent, in die Türkei werden sogar 1,49 Euro pro Minute fällig. Und auch zwischen einem Telefonat ins Festnetz oder aufs Handy gibt es immense Unterschiede. Ein Anruf ins spanische Mobilfunknetz mit der 010018 kostet 1,59 Euro - mehr als 200 Mal so viel wie ins Festnetz. Vor jedem Telefonat sollte man daher auch hier den Tarif noch einmal überprüfen.

Die Taktungsfalle

Die meisten Call-by-Call-Firmen rechnen die Gespräche im Minutentakt ab. Es gibt aber auch Anbieter, die eine längere Taktung verwenden. "Manche wechseln die Abrechnungszeit auch oft", weiß Joachim Himmler. Ein längerer Takt macht jedoch kurze Gespräche teuer. Beim 300-Sekunden-Takt etwa zahlt man schon ab der ersten Sekunde den vollen Preis für ein Gespräch von fünf Minuten. Solche Tarife sollten Verbraucher am besten ganz meiden.

Bei welchem Anruf lohnt sich welcher Anbieter? Finden Sie das heraus mit dem Süddeutsche.de-Tarifrechner.